11 February 2026, 02:43

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter erschüttern Deutschland in einer Woche

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer aufgeregten Menge an einem Bahnhof von 1900, gerahmt und beschriftet mit 'Straßenbild im Jahre 1900'.

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter erschüttern Deutschland in einer Woche

Zwei brutale Angriffe auf Bahnmitarbeiter haben Deutschland innerhalb einer Woche erschüttert. Bei einem Vorfall wurde ein Schaffner nach einer Auseinandersetzung mit einem Schwarzfahrer in der Nähe von Crailsheim angegriffen. Nur wenige Tage zuvor war ein weiterer Mitarbeiter nach einem grausamen Angriff in der Nähe von Landstuhl in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen.

Die Vorfälle ereignen sich zu einem Zeitpunkt, an dem offizielle Statistiken einen drastischen Anstieg der Gewalt gegen Eisenbahnbedienstete im ganzen Land zeigen.

Der jüngste Angriff geschah auf der Strecke Stuttgart–Crailsheim. Eine 42-jährige Schaffnerin mazedonischer Herkunft verhängte gegen einen 21-jährigen Mann, der kein gültiges Ticket vorweisen konnte, ein Bußgeld. Der Fahrgast, ein pakistanischer Staatsbürger, reagierte aggressiv – er spuckte ihr auf das Bein, versuchte, sie mit einer Flasche zu schlagen, und floh anschließend. Die Schaffnerin erstattete am nächsten Tag Anzeige bei der Polizei.

Nur wenige Tage zuvor war der 31-jährige Deutsche-Bahn-Mitarbeiter Serkan Çalar in der Nähe von Landstuhl bei einem Angriff tödlich verletzt worden. Der zweifache Vater, der gerade seine Hochzeit geplant hatte, erlitt schwere Kopfverletzungen und starb später an einer Hirnblutung. Sein Vater erlitt bei der Nachricht einen Herzinfarkt und musste notärztlich ins Krankenhaus gebracht werden.

Im Zusammenhang mit dem Angriff in Landstuhl nahm die Polizei einen 26-jährigen Griechen ohne festen Wohnsitz fest. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern.

Neu veröffentlichte Regierungsdaten unterstreichen das wachsende Problem. Zwischen Januar und Oktober 2025 registrierten die Behörden 2.987 Fälle von Bedrohungen oder Gewalt gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Darunter waren 1.148 Bedrohungen, 1.231 tätliche Angriffe und 324 Fälle schwerer Körperverletzung. Im Schnitt wurden in diesem Zeitraum täglich etwa fünf körperliche Angriffe gemeldet.

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Die beiden jüngsten Vorfälle verdeutlichen die zunehmenden Risiken, denen Bahnmitarbeiter in Deutschland ausgesetzt sind. Mit fast 3.000 gewalttätigen Zwischenfällen in weniger als einem Jahr stehen Behörden und Verkehrsbetriebe nun unter Druck, die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Die Familien beider Opfer sind von der grundlosen Gewalt zutiefst erschüttert.