19 Kilometer Fernwärme: Wie Leunas Abwärme Leipzigs Haushalte heizt
Elfriede WielochRohrsystem für Fernwärmerückleitung aus Leuna stammt aus Thüringen - 19 Kilometer Fernwärme: Wie Leunas Abwärme Leipzigs Haushalte heizt
Großes neues Fernwärmeprojekt verbindet Chemiestandort Leuna mit Leipzig
Bald wird ein großes neues Fernwärmeprojekt den Chemiestandort Leuna mit Leipzig verbinden. Das Vorhaben zielt darauf ab, rund 100.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen, indem ungenutzte Abwärme aus industriellen Prozessen wiederverwendet wird. Wichtige Komponenten für die 19 Kilometer lange Pipeline werden in Thüringen gefertigt.
Die Rohrleitung für die neue Verbindung stammt von der Isoplus Fernwärmetechnik aus Sondershausen. Das Unternehmen stellt etwa 8.000 vorgefertigte, isolierte Bauteile für die Heißwasserleitung her – darunter Rohre, Bögen und Schutzhüllen –, die alle montagefertig geliefert werden.
Das Projekt nutzt die Abwärme, die bei Produktionsprozessen im Chemiestandort Leuna entsteht. Statt ungenutzt zu verpuffen, wird diese Energie künftig in das Leipziger Fernwärmenetz eingespeist. Sobald das System in Betrieb ist, soll es eine nachhaltige Wärmequelle für einen beträchtlichen Teil der Stadt darstellen.
Die Bauarbeiten laufen nach einem klaren Zeitplan: Die Pipeline soll 2028 ihren Vollbetrieb aufnehmen und damit einen wichtigen Schritt in Richtung regionaler Energieeffizienz markieren.
Die neue Fernwärmeleitung erstreckt sich über 19 Kilometer und verbindet die industrielle Abwärme aus Leuna mit Leipziger Haushalten. Mit in Sondershausen produzierten Komponenten wird das Projekt die Energienachhaltigkeit der Region deutlich verbessern. Die vollständige Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.