428 Gramm Marihuana: Zwei Deutsche an polnischer Grenze mit Drogen gestoppt
Margot Rudolph428 Gramm Marihuana: Zwei Deutsche an polnischer Grenze mit Drogen gestoppt
Zwei deutsche Männer wurden von der Bundespolizei am Grenzübergang Görlitz nach Polen angehalten. Bei einer Kontrolle entdeckten Beamte eine große Menge mutmaßlichen Marihuanabesitz, die weit über den gesetzlich erlaubten Grenzen lag. Beide müssen sich nun wegen des Verdachts auf Straftaten verantworten.
Der Vorfall ereignete sich während einer routinemäßigen Kontrolle, bei der die beiden Männer gestoppt wurden. Einer der Männer hatte 280 Gramm der Substanz bei sich, der andere 148 Gramm. Zusammen ergab dies eine Gesamtmenge von 428 Gramm – deutlich mehr als die in Deutschland erlaubten 25 Gramm für den öffentlichen Raum oder 50 Gramm für den Privatbesitz.
Die Behörden stellten zudem fest, dass gegen einen der Verdächtigen ein Haftbefehl wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorlag. Der zweite Mann wurde wegen schweren Diebstahls gesucht. Angesichts der beschlagnahmten Menge gehen die Ermittler davon aus, dass die Substanz nicht für den Eigenbedarf, sondern für den Weiterverkauf bestimmt war.
Die Görlitzer Staatsanwaltschaft leitete ein formelles Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen das deutsche Cannabisgesetz ein. Beide Männer wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, bis über weitere Schritte entschieden wird. Trotz der Legalisierung von Cannabis zu privatem Gebrauch im April 2024 bleiben die Grenzkontrollen streng: Der kommerzielle Import ist weiterhin verboten, und die nationalen Besitzregeln gelten nicht an EU-Grenzübergängen.
Der Fall unterstreicht die anhaltend strengen Kontrollen an deutschen Grenzen – selbst nach der jüngsten Reform des Cannabisrechts. Die Ermittlungen werden zeigen, ob es zu Anklagen wegen illegalen Handels kommt. Die Polizei gab bekannt, dass es keine Änderungen bei den Kontrollpraktiken an EU-Binnengrenzen oder innerdeutschen Checkpoints gebe.






