70 Jahre der Bundeswehr in Dresden mit dem ehemaligen Inspekteur
Margot Rudolph70 Jahre der Bundeswehr in Dresden mit dem ehemaligen Inspekteur
70 Jahre Bundeswehr in Dresden mit dem ehemaligen Generalinspekteur
Die Feierlichkeiten in Dresden zum 70-jährigen Bestehen der Bundeswehr.
- November 2025, 01:39 Uhr
Die deutschen Streitkräfte, die Bundeswehr, haben ihr 70-jähriges Jubiläum in Dresden mit einer zurückhaltenden, aber bedeutungsvollen Feier begangen. Die Veranstaltung fand am 12. November 2025 statt – genau sieben Jahrzehnte, nachdem 1955 die ersten Soldaten ihre Ernennungsurkunde erhielten. Das Programm umfasste eine Parade, eine Podiumsdiskussion sowie Reflexionen über die sich wandelnde Rolle des Militärs in der nationalen und Bündnisverteidigung.
Am 12. November 1955 hatte Theodor Blank, damals Verteidigungsminister der Bundesrepublik, die ersten 100 Rekruten offiziell in Dienst gestellt. Viele von ihnen trugen zu diesem Zeitpunkt noch keine Uniformen, doch ihre Vereidigung markierte die offizielle Gründung der Bundeswehr. Die Jubiläumsfeierlichkeiten in Dresden wurden gemeinsam von der Offizierschule des Heeres und dem Landeskommando Sachsen ausgerichtet.
In einer Grundsatzrede betonte Wolfgang Schneiderhan, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, den Weg der Streitkräfte von ihren Anfängen im Kalten Krieg bis zu den heutigen Aufgaben. Er unterstrich die Bedeutung des öffentlichen Vertrauens in die Armee und ihre Rolle bei der Sicherung der nationalen Sicherheit. Auch Oberst Michael H. Popielas, Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, sprach und bezeichnete Deutschland als „Kernstück der NATO-Allianz“. Seine Worte hoben die strategische Position des Landes innerhalb des Militärbündnisses hervor.
Das Jubiläumsprogramm umfasste zudem eine Podiumsdiskussion über die Wehrpflicht und ihren Platz in modernen Verteidigungskonzepten. Den Abschluss bildete am 15. November ein feierlicher Appell, der zugleich an den 118. Geburtstag von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte – eine prägende Figur der deutschen Militärgeschichte.
Das 70-jährige Bestehen der Bundeswehr wurde in würdevoller Zurückhaltung begangen, mit Fokus auf Besinnung statt auf Pomp. Die Feierlichkeiten in Dresden verbanden historische Erinnerung, Debatten über zukünftige Sicherheitspolitik und die Bekräftigung des deutschen Engagements in der NATO. Den Abschluss bildete eine Parade, die einer bedeutenden Persönlichkeit der militärischen Vergangenheit des Landes gedachte.