28 January 2026, 17:12

Alstom baut Bautzener Werk aus und stärkt die deutsche Bahn-Industrie

Zwei Züge auf den Schienen in einer großen Fabrik, umgeben von Maschinen, mit einer Wand aus Rohren und Lampen auf der rechten Seite.

Alstom erweitert den Bautzener Standort mit neuem Hallenbau - Alstom baut Bautzener Werk aus und stärkt die deutsche Bahn-Industrie

Alstom erweitert seine Produktionshalle in Bautzen und setzt damit einen wichtigen Schritt zur Modernisierung seiner Fertigungsbetriebe. Die Investition wird als Impuls für Arbeitsplätze und die lokale Wirtschaft in der Oberlausitz Sachsens begrüßt. Behörden sehen in dem Projekt ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik.

Das Werk in Bautzen zählt bereits zu den modernsten Standorten Europas für die Herstellung und Erprobung von Schienenfahrzeugen. Über 1.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, und das Werk beliefert Städte wie Berlin, Magdeburg und Dresden mit Straßenbahnen sowie Hamburg mit S-Bahn-Zügen.

Die Erweiterung erfolgt im Rahmen von Alstoms Umstieg auf effizientere, hochtechnisierte Fertigungsverfahren. Erst kürzlich sicherte sich das Unternehmen einen Milliardenauftrag der S-Bahn Rheinland und festigte damit seine Position auf dem deutschen Schienenmarkt. Bundesweit bedient Alstom rund 250 Kunden – von städtischen Verkehrsnetzen bis zu regionalen Betreibern.

Im vergangenen Jahr hatte Alstom sein Werk in Görlitz geschlossen, wo zuvor Komponenten für gepanzerte Fahrzeuge produziert worden waren. Rund 170 Mitarbeiter aus Görlitz wechselten nach Bautzen, was half, Arbeitsplätze in der Region zu erhalten. Der Standort Görlitz wurde inzwischen von dem Rüstungskonzern KNDS übernommen, der dort künftig wieder gepanzerte Fahrzeugteile herstellen wird.

Sachsens Wirtschaftsminister betonte, die Investitionen in Bautzen seien ein Vorbild dafür, wie wettbewerbsfähige Industriearbeitsplätze im ländlichen Raum gehalten werden können. Die erweiterte Halle soll die Rolle des Werks als wichtiger Zulieferer für die deutsche Schieneninfrastruktur weiter stärken.

Das Projekt sichert langfristig Arbeitsplätze in der Oberlausitz und unterstützt gleichzeitig Alstoms Wachstum im Bereich Schienentechnologie. Mit Aufträgen für Großstädte und der laufenden Modernisierung bleibt das Werk in Bautzen ein zentraler Knotenpunkt für den deutschen Verkehrssektor. Die Übernahme des Görlitzer Standorts durch KNDS sorgt zudem für eine Fortführung der industriellen Aktivität in der Region.