23 January 2026, 18:38

„Asterix in Lusitanien“ überrascht mit Zenturio, der Boris Pistorius verblüffend ähnelt

Eine Karikatur eines Mannes in römischer Kleidung, der vor einer Gruppe von Menschen spricht, mit einem Kind auf einem Hocker neben ihm, einer sitzenden Person rechts und verschiedenen Gegenständen auf einem Tisch, mit Text unten.

Warum Boris Pistorius in der neuen 'Asterix'-Geschichte eine Rolle spielt - „Asterix in Lusitanien“ überrascht mit Zenturio, der Boris Pistorius verblüffend ähnelt

Der neueste Asterix-Band Asterix in Lusitanien erschien vergangene Woche am 7. Januar 2026 in den Buchhandlungen. Zu den Figuren gehört diesmal ein römischer Zenturio namens Boris Pistorius – eine Gestalt, die dem realen deutschen Verteidigungsminister verblüffend ähnelt. Die Macher des Comics betonen jedoch, dass die Darstellung rein spielerisch gemeint sei und als Hommage, nicht als politische Stichelei zu verstehen ist.

Die Reihe hat schon lange Karikaturen bekannter Persönlichkeiten featured – von Politikern bis zu Unterhaltern. Diesmal war die Ähnlichkeit mit Pistorius zwar zufällig, aber unübersehbar, selbst dem Übersetzer fiel sie auf.

Ursprünglich sollte die Figur dem britischen Komiker Ricky Gervais nachempfunden sein. Doch als Illustrator Didier Conrad sie zu Papier brachte, nahm der Zenturio unerwartete Züge an. Klaus Jöken, der deutsche Übersetzer des Comics, zeigte sich überrascht von der frappierenden Ähnlichkeit mit Boris Pistorius und nannte sie "erstaunlich".

Asterix in Lusitanien ist der 40. Band der beliebten Serie, die 1959 von René Goscinny und Albert Uderzo erschaffen wurde. Die neueste Geschichte stammt aus der Feder von Fabcaro und wurde von Conrad illustriert – in bewährter Tradition, die Humor mit historischer Satire verbindet. Der französische Autor Jean-Yves Ferri, der an diesem Band nicht beteiligt war, hat zuvor bereits zur Reihe beigetragen.

Politiker wurden in Asterix-Comics schon oft scherzhaft auf die Schippe genommen. Frühere Ausgaben persiflierten etwa den ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Laurent Fabius oder Italiens Silvio Berlusconi. Selbst der Name des Zenturios, Boris Pistorius, spielt auf die französische Originalfassung an, in der die Figur Nouvelopus heißt – ein Wortspiel mit "neues Projekt". Die Macher betonen, dass die Einbindung harmlos gemeint ist und keine versteckte Absicht verfolgt.

Die Veröffentlichung des Comics hat Neugierde geweckt – vor allem wegen der Ähnlichkeit des Zenturios mit dem deutschen Verteidigungsminister. Zwar war die Verwandtschaft nicht geplant, doch sie steht in einer langen Asterix-Tradition, öffentliche Persönlichkeiten humorvoll einzubinden. Asterix in Lusitanien ist nun erhältlich und bietet Lesern erneut ein Abenteuer – und vielleicht ein bekanntes Gesicht in den Reihen Roms.