Berliner Kultkino Cinestar International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Margot RudolphBerliner Kultkino Cinestar International strahlt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Glanz
Das Cinestar International, ein Wahrzeichen des Berliner Bezirks Mitte, öffnet nach 18 Monaten Sanierung am 3. März wieder seine Türen. Das ikonische Kino, das 1963 erbaut wurde, ist seit Jahrzehnten ein kultureller Mittelpunkt und stand kurz vor der deutschen Wiedervereinigung unter Denkmalschutz. Die Karten für die ersten Vorstellungen ab dem 26. Februar sind bereits ausverkauft.
Das Lichtspielhaus eröffnete 1963 als Teil des Ensembles der Karl-Marx-Allee seine Pforten. Entworfen von Josef Kaiser und Heinz Aust, besticht das Gebäude durch seine markante Architektur der DDR-Nachkriegsmoderne: eine weiße Fassade mit Reliefs, die fröhliche Alltagsszenen darstellen. Im Inneren wurden die historischen Details – darunter die goldene Decke, böhmische Kristalllüster und der legendäre Perlenvorhang mit 40 Millionen Pailletten – liebevoll restauriert.
Die 10 Millionen Euro teure Sanierung konzentrierte sich darauf, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur zu modernisieren. So wurde eine neue Klimaanlage installiert und 3,5 Kilometer Rohrleitungen verlegt. Die Sitzplatzkapazität wurde von 551 auf 506 reduziert, um mehr Beinfreiheit zu bieten. Zusätzliche Aufwertungen der Nebenräume erhöhten die Gesamtkosten um über 5 Millionen Euro.
Die Finanzierung erfolgte aus verschiedenen Quellen, darunter Bund und Länder, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Filmförderungsanstalt (FFA) sowie Lotterieerlöse. Über die Jahre hinweg war das Kino International Schauplatz von DEFA-Filmpremieren und Besuchen von Stars wie Tilda Swinton, Steven Spielberg und Spike Lee.
Das restaurierte Cinestar International nimmt den Spielbetrieb am 26. Februar wieder auf, die offizielle Wiedereröffnung folgt am 3. März. Das Projekt sichert den historischen Charme des Hauses, während es moderne Standards erfüllt. Als kulturelles Wahrzeichen Berlins bleibt es mit aktualisierter Technik und bewahrter Architektur ein lebendiges Erbe.






