Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus
Hagen SieringNach Brandanschlag auf Kulturzentrum - Saalfeld äußert sich - Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum entfacht Protestwelle gegen Rechtsextremismus
Brandanschlag auf alternatives Kulturzentrum in Saalfeld löst Empörung aus
Bei einem Anschlag auf ein alternatives Kulturzentrum in Saalfeld haben sich in der Bevölkerung Wut und Bestürzung breitgemacht. Rund 600 Menschen zogen später durch die Stadt, um gegen rechtsextreme Gewalt zu protestieren. Die Mitte Januar verübte Tat wird mittlerweile von der örtlichen Polizei ermittelt.
An einem Donnerstagabend Mitte Januar warfen drei Jugendliche einen Molotowcocktail auf das Kulturzentrum Am Schloßberg in Saalfeld, Thüringen. Die Tatverdächtigen, zwischen 15 und 19 Jahre alt, werden nun wegen versuchten Anschlag und politisch motivierter Sachbeschädigung ermittelt. Die Polizei bestätigte, dass mindestens einer der Jugendlichen bereits den Behörden bekannt war.
Der Brandsatz entzündete sich zwar nicht, richtete jedoch Schäden an der Fassade des Gebäudes an. Verletzte gab es nicht. Als Reaktion versammelten sich Hunderte zu einer friedlichen Demonstration, um den Anschlag und rechtsextremes Gedankengut zu verurteilen. Die Ermittlungen dauern an, während die Beamten mögliche Motive und Verbindungen zu extremistischen Gruppen prüfen.
Die Protestkundgebung zeigte deutlich den starken lokalen Widerstand gegen den Anschlag und seine ideologische Grundlage. Die Behörden verfolgen den Fall weiter; den drei Jugendlichen drohen schwere Anklagen. Das Kulturzentrum, ein bekannter Veranstaltungsort für alternative Events, erhält seitdem vermehrte Unterstützung von Anwohnern.