02 April 2026, 22:18

Brandenburgs Wohnungsbau bremst: 12 Prozent weniger Genehmigungen für 2025

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Brandenburgs Wohnungsbau bremst: 12 Prozent weniger Genehmigungen für 2025

Brandenburg verzeichnet deutlichen Rückgang bei genehmigten Wohnungen für 2025

Die Zahl der bewilligten Wohneinheiten in Brandenburg ist für das Jahr 2025 stark gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Genehmigung neuer Wohnungen um etwa 12 Prozent zurück. Gleichzeitig treibt die neu gebildete Koalitionsregierung des Landes Maßnahmen voran, um bezahlbaren Wohnraum zu fördern und Wohneigentümer zu unterstützen.

Der Rückgang bei den Baugenehmigungen fällt in eine Phase, in der die SPD/CDU-Koalition in Brandenburg Schritte einleitet, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ausbau günstiger Wohnoptionen, insbesondere für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Der soziale Wohnungsbau bleibt eine zentrale Priorität, während die Förderung für selbst genutztes Wohneigentum verdoppelt werden soll.

Die Landesstrategie spiegelt dabei bundesweite Reformen wider, die im Dezember 2025 in Kraft traten. Diese sehen vereinfachte Planungs- und Genehmigungsverfahren vor, erweitern Vorkaufsrechte und reduzieren bürokratische Hürden. In der Nachbarregion Berlin gelten strengere Regelungen, darunter eine 30-Prozent-Quote für geförderten Wohnraum sowie Vorgaben für Hochhausprojekte. In Brandenburg selbst plant etwa die Stadt Teltow zwischen 100 und 400 neue Wohneinheiten – vor allem durch Reihenhäuser und gemischte Nutzungsformen, während freistehende Einfamilienhäuser vermieden werden sollen.

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Auf bundesweiter Ebene zeigt sich ein gegensätzlicher Trend: Deutschlandweit stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen 2025 um 10,8 Prozent, gefolgt von einem Plus von 8,4 Prozent im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Brandenburg hingegen hat seit 2020 keine detaillierten Daten mehr zu den eigenen Baugenehmigungen veröffentlicht.

Ziel der Wohnungsbaustrategie des Landes ist es, die Belastung für Mieter und angehende Eigentümer zu verringern. Durch die Verdopplung der Fördermittel für selbst genutztes Wohneigentum und den Fokus auf sozialen Wohnungsbau hofft die Regierung, den Rückgang bei Neubauten umzukehren. Ob diese Maßnahmen greifen, hängt davon ab, wie schnell der Bau voranschreitet und ob sich die Genehmigungszahlen in den kommenden Jahren erholen.

Quelle