Bundeswehr untersucht das Abspielen der Nationalhymne auf einer Party
Elfriede WielochBundeswehr untersucht das Abspielen der Nationalhymne auf einer Party - Bundeswehr untersucht das Abspielen der Nationalhymne auf einer Party
Bundeswehr ermittelt nach Abspielen der Nationalhymne auf Feier
Bundeswehr ermittelt nach Abspielen der Nationalhymne auf Feier
Bundeswehr ermittelt nach Abspielen der Nationalhymne auf Feier
- Dezember 2025, 12:13 Uhr
Die Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem ein DJ auf einer Weihnachtsfeier die erste Strophe des Deutschlandlieds gespielt hat. Der Vorfall ereignete sich am 11. Dezember 2025 bei einer militärischen Veranstaltung in Delitzsch. Über 1.000 Gäste nahmen an der Feier teil, als die umstrittene Strophe abgespielt wurde.
Der DJ führte während der Feier die Anfangszeilen des Lieds der Deutschen auf – darunter die Passage „Deutschland, Deutschland über alles“ –, die historisch für nationalsozialistische Propaganda missbraucht wurden und bis heute für offizielle Anlässe verboten sind. Nur die dritte Strophe gilt heute als deutsche Nationalhymne.
Der Kommandeur der Unteroffizierschule in Delitzsch griff umgehend ein und ließ die korrekte Hymne abspielen. Noch am selben Abend wurde der Vorfall an vorgesetzte Offiziere gemeldet. Militärvertreter bestätigten später, dass die erste Strophe den Werten der Bundeswehr widerspricht. Gegen die Verantwortlichen wurden inzwischen disziplinarische Maßnahmen eingeleitet. Der Name des DJs wurde in den Berichten nicht genannt.
Die Bundeswehr verurteilte das Abspielen der verbotenen Strophe und prüft, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Je nach Ergebnis der Untersuchungen werden weitere disziplinarische Konsequenzen folgen. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Umgangsregeln mit nationalen Symbolen in militärischen Kontexten.