07 April 2026, 20:30

Bürgerparlament in Halle testet direkte Demokratie mit ungewöhnlichen Ideen

Eingang zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenpfosten, geparkten Autos, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Bürgerparlament in Halle testet direkte Demokratie mit ungewöhnlichen Ideen

Eine neue politische Bewegung in Deutschland erprobt einen ungewöhnlichen Ansatz zur Entscheidungsfindung. Am vergangenen Wochenende kam in Halle ein "Bürgerparlament" zusammen, um über lokale Bildungsthemen zu diskutieren. An der Veranstaltung nahmen 15 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 1 bis 66 Jahren teil, die ihre Anliegen vorbrachten und Lösungsvorschläge einreichten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Teilnehmenden forderten mehr Mittel für Kitas und Schulen. Statt Sparmaßnahmen schlugen sie vor, Gelder aus bestehenden Haushalten – etwa für Infrastruktur oder Klimaneutralität – umzuschichten. Zudem sprachen sie sich für eine bessere Abstimmung zwischen kommunalen Behörden und lokalen Akteuren aus.

Als nächste Veranstaltung ist vom 17. bis 19. April 2026 ein "Offenes Bürgerparlament" geplant. Diesmal steht eine grundsätzliche gesellschaftliche Frage im Mittelpunkt: "Wie nah sind wir dem Faschismus?" Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, damit noch breitere Bevölkerungsschichten zu erreichen und die Initiative als Alternative zum Deutschen Bundestag zu positionieren.

Hinter dem Projekt steht die Gruppe "Neue Generation", die aus der Klimaprotestbewegung "Letzte Generation" hervorgegangen ist. Nach dem Hallenser Bürgerparlament sicherten sie sich ein Gespräch mit der städtischen Bildungsdezernentin, um ihre Ergebnisse und Empfehlungen vorzustellen.

Ziel der Bewegung ist es, ein Modell zu schaffen, in dem Bürgerinnen und Bürger politische Debatten aktiv mitgestalten. Zu ihren aktuellen Forderungen gehören die Umverteilung von Haushaltsmitteln und eine bessere Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden. Die nächste Sitzung 2026 wird die Diskussion auf nationale Themen wie Demokratie und Extremismus ausweiten.

Quelle