23 January 2026, 22:31

Chemnitz sucht neues Domizil für sein Stadtarchiv – und prüft Standorte in München, Berlin und Darmstadt

Ein großer Lagerhalleninnenraum mit zahlreichen Fenstern, Säulen, einem gefliesten Boden, einer hohen Decke mit Lichtern und Klimaanlagen und verschiedenen Gegenständen, die zur Miete verfügbar sind.

Chemnitz sucht neues Domizil für sein Stadtarchiv – und prüft Standorte in München, Berlin und Darmstadt

Die Stadt Chemnitz sucht ein neues Domizil für ihr Stadtarchiv. Die Behörden haben eine Marktumfrage gestartet, um geeignete Räumlichkeiten in München, Darmstadt und Berlin zu finden – Bewerbungen können bis zum 31. März 2026 eingereicht werden. Der ausgewählte Standort muss strenge Anforderungen an Fläche, Lage und die Einhaltung archivfachlicher Standards erfüllen.

Gesucht wird ein Gebäude mit rund 378 Quadratmetern zusammenhängender Bürofäche sowie 4.723 Quadratmetern Lagerfläche. Zusätzlich müssen 1.380 Quadratmeter für eine Restaurierungswerkstatt, einen Quarantänebereich und einen Aussonderungsraum vorgesehen werden. Die Lagerflächen müssen die Installation von mobilen Regalsystemen ermöglichen, die Platz für 39.000 laufende Meter Akten bieten.

Das Gebäude muss der DIN 67700:2017-05 entsprechen, der deutschen Norm für Bibliotheken und Archive. Zudem soll es sich in einem Umkreis von fünf Kilometern um das Chemnitzer Rathaus am Markt 1 befinden. Der Mietvertrag soll mindestens 15 Jahre laufen, mit Optionen auf Verlängerung oder ein Mietkaufmodell. Interessierte können ihre Angebote bis zum 31. März 2026 bei der Stadt Chemnitz, GMH, Friedensplatz 1, 09111 Chemnitz einreichen. Jede Bewerbung sollte Angaben zu Lage, verfügbarer Fläche, Kaltmiete, geschätzten Betriebskosten, Gebäudespezifikationen sowie Details zu bereits vorhandenen archivgerechten Regalsystemen enthalten. Der geplante Einzugstermin ist der 1. Januar 2029.

Die Stadt wird alle fristgerecht eingegangenen Vorschläge prüfen. Die ausgewählte Immobilie muss vor Mietbeginn 2029 sämtliche technischen, räumlichen und rechtlichen Vorgaben erfüllen. Während des Auswahlverfahrens werden keine Namen der Anbieter öffentlich bekannt gegeben.