Chemnitzer Museum gibt NS-Raubkunst an Erben jüdischen Mäzens zurück
Margot RudolphRückgabe von Kunstwerken - Museum ehrt jüdischen Mäzen - Chemnitzer Museum gibt NS-Raubkunst an Erben jüdischen Mäzens zurück
Rückgabe von Kunstwerken – Museum ehrt jüdischen Mäzen
Rückgabe von Kunstwerken – Museum ehrt jüdischen Mäzen
Die Kunstsammlungen Chemnitz haben drei Kunstwerke an die Erben des jüdischen Bankiers und Mäzens Carl Heumann zurückgegeben. Die Entscheidung folgt einer Überprüfung der Museumsbestände, die mit Beschlagnahmungen aus der NS-Zeit in Verbindung stehen. Die Werke gehörten ursprünglich zu Heumanns Grafiksammlung, bevor sie 1938 versteigert wurden.
Carl Heumann, Nachkomme einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Köln, ließ sich 1908 in Chemnitz nieder. Seine zwischen 1886 und 1945 aufgebaute Sammlung umfasste Werke bedeutender Künstler wie Asmus Jacob Carstens, Viktor Paul Mohn und Ernst Ferdinand Oehme. Unter der NS-Herrschaft wurden die Kunstwerke zwangsversteigert und später vom Museum erworben.
Die Restitution stellt einen Schritt zur Wiedergutmachung der Unrechte dar, die mit der NS-Politik verbunden sind. Die Erben erhalten damit Werke zurück, die einst zu Carl Heumanns Sammlung gehörten. Die Maßnahme des Museums setzt ein Zeichen für den Umgang mit ähnlichen Fällen in seinen Beständen.