Clara Herrmann verlässt nach fast einem Jahrzehnt die Bezirksführung in Friedrichshain-Kreuzberg
Hagen SieringBezirksb├╝rgermeisterin Clara Herrmann tritt nicht mehr an - Clara Herrmann verlässt nach fast einem Jahrzehnt die Bezirksführung in Friedrichshain-Kreuzberg
Clara Herrmann, die 40-jährige Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg (Bündnis 90/Die Grünen), wird im September nicht erneut für das Amt kandidieren. Seit 2021 steht sie an der Spitze des Bezirks und plant nun, nach fast einem Jahrzehnt in der Kommunalpolitik neue Herausforderungen anzugehen.
Ihre Entscheidung stößt bei Kollegen auf Respekt – die Grünen-Fraktion bedauert ihren Abschied zutiefst.
Herrmanns politische Laufbahn umfasst mehr als zwei Jahrzehnte. Vor fast 25 Jahren trat sie der örtlichen Grünen-Parteiorganisation bei. Von 2006 bis 2016 war sie als Abgeordnete der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten.
Als Bezirksbürgermeisterin seit 2021 trieb sie Initiativen voran, die Friedrichshain-Kreuzberg prägten. Unter ihrer Führung verbesserte das 2025 gestartete Projekt "Kotti räumt auf" die Sauberkeit und den sozialen Zusammenhalt am Kottbusser Tor. Ein Bericht aus dem Jahr 2026 bescheinigte dem Vorhaben Erfolge bei der Müllreduzierung und der Bürgerbeteiligung. Im selben Jahr unterstützte sie die Veranstaltung "M-Power Kids Day" am 21. März, die mit Workshops und Büchern für schwarze Kinder und Familien Vielfalt feierte.
Ihr Wirken konzentrierte sich stets darauf, den Bezirk sozialer, vielfältiger und klimafreundlicher zu gestalten. Die Grünen-Fraktion würdigte ihren nachhaltigen Einfluss in diesen Bereichen während ihrer Amtszeit.
Als Mutter zweier Kinder vereinte Herrmann politische Verantwortung mit Familienleben. Ihr Rückzug markiert das Ende einer Ära für die Bezirksverwaltung.
Mit Herrmanns Abgang entsteht eine Lücke in der Führung von Friedrichshain-Kreuzberg. Der Bezirk bereitet sich nun auf die Neuwahl der Bezirksbürgermeisterin im September vor. Ihre Initiativen – von Klimaschutz bis sozialer Teilhabe – werden jedoch das politische Erbe des Bezirks prägen.






