Daniela Kolbe übernimmt mit klarem Mandat den DGB-Vorsitz in Sachsen
Margot RudolphDaniela Kolbe ist die neue DGB-Landesvorsitzende - Daniela Kolbe übernimmt mit klarem Mandat den DGB-Vorsitz in Sachsen
Daniela Kolbe wurde zur neuen Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen gewählt. Bei der Landeskonferenz in Dresden erhielt sie eine überwältigende Unterstützung. Ihr Sieg markiert einen Führungswechsel nach acht Jahren unter ihrem Vorgänger Markus Schlimbach.
Am 24. Januar 2026 sicherte sich Kolbe 96,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Das Ergebnis spiegelt die starke Rückendeckung für ihre Vision innerhalb der Arbeitnehmerbewegung wider. Sie übernimmt nun als Landesvorsitzende den DGB in Sachsen, die größte Dachorganisation der Arbeitnehmer im Freistaat.
Bevor Kolbe diese Position antrat, arbeitete sie als Physikerin und war als SPD-Abgeordnete im Bundestag tätig. Ihr politischer Hintergrund und ihre wissenschaftliche Expertise prägen ihren Ansatz in Arbeitsfragen. Sie hat Vorschläge zur Verlängerung der Arbeitszeiten oder zum Abbau sozialer Sicherungen als kurzsichtig und einfallslos kritisiert. In ihren ersten Stellungnahmen betonte Kolbe die Notwendigkeit von Lösungen, die Arbeitnehmer einbeziehen, statt sie auszuschließen. Wirtschaftliche Herausforderungen müssten durch Kooperation und nicht durch Konfrontation bewältigt werden, argumentierte sie. Für ihren bisherigen Bundestags-Sitz steht ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin noch nicht fest.
Kolbes Wahl leitet eine neue Ära für die sächsischen Gewerkschaften ein. Ihr Fokus auf die Einbindung der Arbeitnehmer und ihre Ablehnung von Kürzungen bei Sozialleistungen werden ihre Amtszeit prägen. Der DGB geht nach dieser klaren Entscheidung unter ihrer Führung in die Zukunft.