Deutsche Bahn setzt in Leipzig auf grüne Energie mit Second-Life-Batterien
Hans D. FinkeDeutsche Bahn setzt in Leipzig auf grüne Energie mit Second-Life-Batterien
Deutsche Bank installiert Zweitnutzungs-Batteriespeicher im Leipziger ICE-Depot
Die Deutsche Bank hat in ihrem Leipziger ICE-Depot ein Batteriespeichersystem aus Second-Life-Akkus in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert wiederverwendete Batterien aus Elektroautos mit einer Photovoltaikanlage (PV), um Energiekosten zu senken und die Nachhaltigkeit zu fördern. Das Projekt ist Teil der Unternehmensstrategie, bis 2040 klimaneutral zu werden.
Das neue System nutzt 30 wiederaufbereitete Batteriemodule aus Elektrofahrzeugen, die vom hauseigenen Start-up encore entwickelt wurden. Die Speicher nehmen überschüssigen Solarstrom auf, den die PV-Anlage mit einer Spitzenleistung von 250 Kilowatt erzeugt. Damit deckt das System etwa ein Viertel des Strombedarfs des Depots ab.
Sobald die Batterien voll geladen sind und die PV-Anlage mehr Strom produziert als benötigt, wird der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist. Zudem hilft der Speicher, die Nachfrage zu steuern, indem er Energie in Spitzenlastzeiten oder bei geringerer Sonneneinstrahlung abgibt. Dies entlastet das Netz und reduziert die Kosten. Durch das System spart das Leipziger Depot jährlich rund 85.000 Euro an Energiekosten ein. Nach diesem Erfolg plant die Deutsche Bank, eine ähnliche Anlage im Fahrzeug-Instandhaltungswerk Kassel zu installieren. Die Maßnahmen sind Teil des umfassenden S3-Modernisierungsprogramms, das auf eine Verbesserung von Zugqualität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit abzielt.
Das Leipziger Projekt zeigt, wie sich durch die Wiederverwendung von Batterien und Solarenergie Kosten sparen und gleichzeitig Klimaziele unterstützen lassen. Die Deutsche Bank, bereits der größte Nutzer erneuerbarer Energien in Deutschland, baut solche Systeme weiter aus, um ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Als nächster Schritt soll die Technologie im Kasseler Depot eingeführt werden.