DGB plant Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild für Niedersachsen bis 2025
Margot RudolphDGB will das Bremer Ausbildungsfonds auch in Niedersachsen einführen - DGB plant Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild für Niedersachsen bis 2025
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich dafür ein, dass Niedersachsen einen Ausbildungsfonds nach Bremer Vorbild einführen soll. Ernesto Harder, der neu gewählte Landesvorsitzende, unterstützt den Vorschlag. Das Vorhaben zielt darauf ab, Ausbildungsplätze 2025 und Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte zu fördern.
Im Dezember 2024 übernahm Ernesto Harder das Amt des DGB-Landesvorsitzenden für Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Seine erste große Initiative besteht darin, in Niedersachsen einen Ausbildungsfonds 2025 nach dem Vorbild Bremens einzuführen.
Das Bremer Modell sieht vor, dass alle größeren Unternehmen in einen zentralen Fonds einzahlen. Im Gegenzug erhalten die Betriebe jährliche Erstattungen von bis zu 2.250 Euro pro Auszubildenden. Der Fonds finanziert zudem Zusatzqualifikationen für Ausbilder sowie Sprachkurse für Beschäftigte. Allerdings stößt das Vorhaben auf Widerstand: Die Bremer Wirtschaft kritisiert die Abgabe, einige Unternehmen haben sogar Klage eingereicht, um sie anzufechten. Trotz der Gegenwehr bleibt Harder entschlossen, ein ähnliches System in Niedersachsen durchzusetzen.
Der geplante Ausbildungsfonds 2025 würde Unternehmen verpflichten, in einen gemeinsamen Topf einzuzahlen, aus dem dann Zuschüsse für Ausbildungsplätze 2025 und zusätzliche Unterstützung für Ausbilder fließen. Sollte das Modell umgesetzt werden, könnte es die Finanzierung der beruflichen Ausbildung 2025 in Niedersachsen grundlegend verändern. Ein konkreter Zeitplan für die Einführung steht jedoch noch nicht fest.