DGB warnt: Sachsen verliert Azubis durch unfaire Auswahl und Niedriglöhne
Elfriede WielochDGB zur Ausbildung: Unternehmen dürfen nicht zu wählerisch sein - DGB warnt: Sachsen verliert Azubis durch unfaire Auswahl und Niedriglöhne
DGB zur Ausbildung: Unternehmen müssen aufhören, zu wählerisch zu sein
DGB zur Ausbildung: Unternehmen müssen aufhören, zu wählerisch zu sein
DGB zur Ausbildung: Unternehmen müssen aufhören, zu wählerisch zu sein
- Dezember 2025, 09:21 Uhr
Junge Menschen in Sachsen kämpfen um Ausbildungsplätze 2025 – viele erleben wiederholte Absagen und niedrige Bezahlung. Ein neuer Bericht zeigt die Herausforderungen von Azubis auf, von finanziellen Engpässen bis zu unfairen Einstellungspraktiken. Experten warnen: Ohne Verbesserungen könnte sich der Fachkräftemangel in der Region weiter verschärfen.
Fast 50 Prozent der Bewerber für eine Berufsausbildung in Sachsen wurden im vergangenen Jahr abgelehnt, wie Vincent Seeberger, Sekretär der DGB-Jugend, mitteilt. Viele mussten zwischen zwei und zehn Bewerbungen verschicken, bevor sie einen Ausbildungsplatz 2024 fanden. Selbst bei Erfolg verdienen weniger als die Hälfte der Auszubildenden 2025 genug, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert Unternehmen auf, ihre Einstellungspraxis zu überdenken. Vincent Seeberger kritisiert eine übertrieben selektive Auswahl, während Kristof Becker, ein weiterer Vertreter der DGB-Jugend, faire Renten und Arbeitsbedingungen einfordert. Junge Menschen legen heute Wert auf kurze Arbeitswege, unterstützende Arbeitsumfelder und angemessene Arbeitszeiten bei der Wahl ihres Arbeitgebers.
Um Ausbildungen 2025 attraktiver zu gestalten, schlägt die DGB-Jugend bessere ÖPNV-Anbindungen und bezahlbare Fahrtmöglichkeiten vor. Zudem fordert sie gerechtere Löhne und eine Unternehmenskultur, die das Wohlbefinden der Azubis ernst nimmt. Ohne diese Veränderungen befürchten Experten, dass noch mehr junge Menschen die berufliche Ausbildung ganz aufgeben könnten.
Das aktuelle System setzt viele Auszubildende 2024 in Sachsen unter finanziellen Druck und demotiviert sie. Wenn Unternehmen Löhne, Arbeitsbedingungen und Erreichbarkeit nicht verbessern, droht die Region noch mehr potenzielle Fachkräfte zu verlieren. Die Vorschläge des DGB zielen darauf ab, die Belegschaften zu stabilisieren und die wachsende Fachkräftelücke zu verringern.