DHL-Entlassung nach Gaza-Protest: Leipzigs Arbeitsgericht muss entscheiden
Hagen SieringDHL-Entlassung nach Gaza-Protest: Leipzigs Arbeitsgericht muss entscheiden
Kündigung nach Gaza-Demo: Kampf um Wiedereinstellung geht weiter
Christopher T. wurde von DHL entlassen, nachdem er in einer Rede die Rüstungsindustrie kritisiert hatte. Nach einem gescheiterten Güteverfahren muss nun das Arbeitsgericht über die Rechtmäßigkeit der Kündigung entscheiden.
- Dezember 2025, 10:00 Uhr
Krieg und Konflikte, Politik, Allgemeine Nachrichten
Der Streit um die Entlassung von Christopher T. durch DHL Leipzig hat sich zugespitzt, nachdem ein Güteverfahren keine Einigung brachte. Der ehemalige Mitarbeiter war im September 2025 fristlos gekündigt worden, nachdem er in seiner Freizeit auf einer Demonstration eine antimilitaristische Rede gehalten hatte. Unterstützer, darunter Gewerkschafter und Politiker, haben sich inzwischen hinter ihn gestellt und über 1.500 Unterschriften für seine Wiedereinstellung gesammelt.
Auslöser der Kontroverse war der 23. August 2025, als Christopher T. in einer Rede Waffenlieferungen an Israel kritisierte. Obwohl er sich in seiner privaten Zeit äußerte, setzte ihn DHL Leipzig zunächst aus und kündigte ihm kurz darauf fristlos. Im September folgte die offizielle Kündigung.
Da das Güteverfahren gescheitert ist, bleibt Christopher T.s Zukunft bei DHL Leipzig bis zur Gerichtsentscheidung im nächsten Jahr ungewiss. Seine Entlassung hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt: Gewerkschafter, Politiker und Demonstranten fordern weiterhin seine Rückkehr. Die Verhandlung im Mai wird der nächste Schritt zur Klärung des Falls sein.