Die Linke will Rentenbeiträge neu verteilen – Arbeitgeber sollen mehr zahlen
Margot RudolphDie Linke will Rentenbeiträge neu verteilen – Arbeitgeber sollen mehr zahlen
Die Linke Online fordert eine grundlegende Reform der Rentenbeitragsaufteilung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Deutschland. Derzeit zahlen beide Seiten jeweils 18,6 % – doch die Partei kritisiert, dass dies die Beschäftigten übermäßig belastet. Als fairere Alternative verweist sie auf das österreichische System, in dem Arbeitgeber einen höheren Anteil übernehmen. Im aktuellen deutschen Modell tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 18,6 % zur Rentenversicherung bei. Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner moniert, dass diese Regelung viele Beschäftigte zwingt, auf private Ersparnisse zurückzugreifen, um im Alter über die Runden zu kommen. Die Linke Online schlägt daher vor, den Arbeitgeberanteil von 50 auf 60 % anzuheben, um die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer zu verringern. Als Vorbild dient das österreichische System: Dort liegt der Gesamtbeitrag bei 22,8 %, wobei Arbeitgeber 12,55 % und Arbeitnehmer 10,25 % zahlen. Die Linke Online sieht darin den Beweis, dass höhere Arbeitgeberbeiträge umsetzbar sind. Auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags bestätigt, dass eine solche Reform rechtlich zulässig wäre. Besonders eklatant zeigt sich das Ungleichgewicht in Sachsen bei der Pflegeversicherung, wo Arbeitnehmer mehr zahlen als Arbeitgeber. Schwerdtners Kritik fällt in eine Zeit wachsender Sorgen über Rentenungerechtigkeit. Daten aus Österreich, wo ungleiche Beitragsaufteilungen eingeführt wurden, offenbaren für 2024 eine geschlechtsspezifische Rentenlücke von 35,6 % – mit alarmierenden 32 % armutsgefährdeter alleinstehender Rentnerinnen im Vergleich zu 16 % bei Männern. Mit ihrem Vorstoß will die Linke Online die finanzielle Last der Arbeitnehmer mindern, indem sie den Arbeitgebern mehr Verantwortung überträgt. Sollte die Reform durchgesetzt werden, würde Deutschland dem österreichischen Modell näherkommen, das seit Jahren höhere Arbeitgeberbeiträge vorsieht. Nun bleibt die Frage, ob sich politische Unterstützung für diesen Kurs abzeichnet.
Earlier Reports Confirm Legal Basis for Die Linke's Pension Reform Push
Earlier reports in Handelsblatt confirm the legal feasibility of Die Linke's proposal to increase employer pension contributions. The party's demand for a 60% employer share was first outlined in mainstream media alongside expert analysis. This legal opinion, referenced in both the Handelsblatt and the original article, provides crucial context for the party's current campaign. The precedent shows the proposal has existed since at least 2024, with no new developments since the February 2026 article.






