Digitale Ausbeutung: Wie Tech-Konzerne den Globalen Süden ausnutzen – Diskussion in Leipzig
Hans D. FinkeDigitale Ausbeutung: Wie Tech-Konzerne den Globalen Süden ausnutzen – Diskussion in Leipzig
Podiumsdiskussion zu digitaler Ausbeutung und ihren globalen Folgen am Samstag in Leipzig
Am kommenden Samstag, dem 25. Oktober, findet in Leipzig eine Podiumsdiskussion zum Thema digitale Ausbeutung und ihre weltweiten Auswirkungen statt. Unter dem Titel „Prekäre Strukturen im globalen Datenkapitalismus“ wird untersucht, wie Tech-Konzerne von prekärer Arbeit im Globalen Süden profitieren und gleichzeitig die Kontrolle über riesige digitale Infrastrukturen ausüben.
Die Veranstaltung dauert von 16:00 bis 17:30 Uhr in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK). Sie ist Teil der laufenden Ausstellung „Robotron. Code und Utopie“, die sich mit digitalen Ungleichheiten und historischen Technologieutopien auseinandersetzt.
Zu den Teilnehmenden gehören Ingo Dachwitz, Journalist mit Schwerpunkt Netpolitik, und Francesca Schmidt, Referentin bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Gemeinsam analysieren sie das Konzept des „digitalen Kolonialismus“ – also die Frage, wie westliche Konzerne wie Google, Microsoft, Apple und Meta zwischen 75 und 99 Prozent der digitalen Infrastruktur dominieren, während sie gleichzeitig auf ausgebeutete Arbeitskräfte im Globalen Süden angewiesen sind. Zudem wird die Diskussion die ökologischen Folgen der digitalen Nachfrage thematisieren: Der Abbau von Kobalt und Lithium für Geräte sowie der immense Energieverbrauch von Rechenzentren verschärfen die Umweltzerstörung. Die Veranstalter wollen diese Probleme mit einer grundsätzlichen Kritik an Arbeitsbedingungen und Rohstoffausbeutung im globalen Kapitalismus verknüpfen.
Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung steht allen Interessierten offen und wird in Kooperation mit der GfZK ausgerichtet. Ziel ist es, eine Debatte über strukturelle Ungerechtigkeiten in der digitalen Wirtschaft und ihre konkreten Auswirkungen anzuregen. Die Besucher:innen sollen ein besseres Verständnis dafür mitnehmen, wer die verborgenen Kosten des digitalen Fortschritts trägt.