Dramatisches Wochenende in der 3. Liga: Cottbus dreht Spiel, Rostock patzt, Aue kämpft ums Überleben
Hagen SieringDramatisches Wochenende in der 3. Liga: Cottbus dreht Spiel, Rostock patzt, Aue kämpft ums Überleben
Der Kampf um den Aufstieg in der 3. Liga hat nach einem dramatischen Wochenende an Fahrt aufgenommen. Energie Cottbus rückte mit einem spektakulären Comeback näher an die direkten Aufstiegsplätze heran, während der FC Hansa Rostock in einem frustrierenden Remis strauchelte. Unterdessen hält sich der FC Erzgebirge Aue trotz einer späten Aufholjagd eine schmale Hoffnung auf den Klassenerhalt.
Energie Cottbus gelang gegen Rot-Weiss Essen eine atemberaubende Wende. Mit einem 1:3-Rückstand drehte Mittelfeldspieler Tolcay Cigerci das Spiel innerhalb von nur neun Minuten mit drei Toren und sicherte damit einen 4:3-Sieg. Nach dem Spiel bezeichnete Cigerci seine Leistung als "jeden Eintrittspreis wert" und lobte die unermüdliche Offensive seines Teams. Der Erfolg katapultierte Cottbus in Reichweite der Top zwei und setzte die Aufstiegsrivalen unter Druck.
Der FC Hansa Rostock vermochte den Schwung Cottbus' nicht zu nutzen und spielte daheim gegen den Tabellenletzten 1. FC Schweinfurt nur 0:0. Stürmer Andreas Voglsammer kritisierte offen die mangelnde Torgefährlichkeit seiner Mannschaft und nannte das Ergebnis eine "verpasste Chance". Trainer Daniel Brinkmann blieb hingegen optimistisch und betonte, sein Team werde das Saisonziel von 70 Punkten noch erreichen. Das Remis ließ Rostock im Rennen um den direkten Aufstieg vier Punkte hinter Cottbus zurück.
Am anderen Ende der Tabelle hielt der FC Erzgebirge Aue seine theoretischen Überlebenschancen mit einem 2:2 gegen die VfB Stuttgart II am Leben. Interimstrainer Khvicha Shubitidze lobte zwar den Kampfgeist seiner Spieler in der zweiten Halbzeit, räumte aber ein, dass die Aufgabe weiterhin gewaltig bleibe. Mit nur noch vier Spielen liegt Aue zwölf Punkte vom rettenden Ufer entfernt – der Fokus liegt nun auf dem anstehenden Halbfinale im Sächsischen Pokal.
Cottbus' späte Aufholjagd hat die Aufstiegsränge durcheinandergewirbelt, während Rostock durch den Patzer nun in Zugzwang gerät. Aues Remis verlängert zwar die mathematische Chance auf den Klassenerhalt, doch die Lücke bleibt groß. Die letzten Spieltage werden zeigen, wer sich für die höheren Ligen qualifiziert – und wer den Gang in die Tiefe antreten muss.






