Dreitägiger Warnstreik legt Nahverkehr in Ostdeutschland lahm – Leipzig besonders betroffen
Hagen SieringDreitägiger Warnstreik legt Nahverkehr in Ostdeutschland lahm – Leipzig besonders betroffen
Öffentlicher Nahverkehr in Teilen Ostdeutschlands Ende Februar stark beeinträchtigt
Ende Februar kommt es in Teilen Ostdeutschlands zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Gewerkschaft ver.di hat für den Zeitraum von Freitag, dem 27. Februar, bis Sonntag, dem 1. März 2026, ganztägige Warnstreiks angekündigt. Die Aktion folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen sowie unerfüllte Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und Leistungen für die Beschäftigten.
Der Streik beginnt am Freitag um 3:00 Uhr und dauert bis Sonntag um 5:59 Uhr an. In Leipzig werden die Dienstleistungen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) sowohl am Freitag als auch am Samstag komplett eingestellt. Betroffen sind zudem die LeoBus GmbH und die Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH. Am Freitag kommt der öffentliche Nahverkehr in Dresden, Zwickau und Plauen ebenfalls zum Erliegen.
Zu den zentralen Forderungen von ver.di zählen kürzere Arbeitszeiten sowie der Verzicht auf geplante Kürzungen bei den Mitarbeiterleistungen. Die Gewerkschaft zeigt sich zwar kompromissbereit, besteht jedoch darauf, dass jede vorgeschlagene Einigung von den Beschäftigten abgestimmt wird. Weitere Verhandlungen sind für den 2. März in Thüringen, den 9. März in Sachsen und den 17. März in Sachsen-Anhalt angesetzt.
Falls keine Fortschritte erzielt werden, plant ver.di, die Mitglieder über eine Ausweitung der Streikmaßnahmen abstimmen zu lassen. Dazu könnte auch ein Arbeitskampf während der Leipziger Buchmesse gehören, einem der wichtigsten Events der Region.
Die Warnstreiks werden für Tausende Pendler und Besucher zu erheblichen Reisebehinderungen führen. Da die Gespräche im März fortgesetzt werden, hängt das weitere Vorgehen von den Ergebnissen ab. Die Gewerkschaft hat deutlich gemacht, dass die Beschäftigten das letzte Wort bei jeder Vereinbarung haben werden.






