17 March 2026, 00:45

Dresden gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigeminuten und Menschenkette

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung einer Stadtansicht, die die Belagerung Dresdens 1803 zeigt, mit Text, der die Ereignisse der Belagerung beschreibt.

Stille Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Zerstörung Dresdens 1945 - Dresden gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigeminuten und Menschenkette

In Dresden haben die jährlichen Gedenkveranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Jahr 1945 begonnen. Mit einer Schweigeminute und Kranzniederlegungen startete das Fernsehprogramm heute, das an die bis zu 25.000 Opfer der alliierten Bombenangriffe erinnert. Sportbürgermeister Jan Donhauser vertrat den erkrankten Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

Zwischen dem 13. Februar und den folgenden Tagen des Jahres 1945 legten britische und amerikanische Bomber Dresden in Schutt und Asche. Die Angriffe hinterließen tiefe Wunden – historische Aufzeichnungen bestätigen eine Opferzahl von bis zu 25.000 Toten. Die diesjährige stille Gedenkveranstaltung wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert.

Ein Gedenkgottesdienst fand auf dem Dresdner Nordfriedhof statt, an dem Sachsens Innenminister Armin Schuster sowie die Landtagsvizpräsidenten Albrecht Pallas und Jörg Scheibe teilnahmen. Gleichzeitig lud die Frauenkirche die Öffentlichkeit zu Versöhnungsgebeten und einem Abend mit Lesungen ein.

Später werden um 20:00 Uhr die Kirchenglocken läuten – exakt zum Zeitpunkt des ersten Angriffs vor 79 Jahren. Die Sächsische Staatskapelle Dresden und die Dresdner Philharmonie geben zudem besondere Konzerte. Mit Einbruch der Dunkelheit wird sich eine Menschenkette durch die Innenstadt bilden, als Symbol der Einheit und des Gedenkens an alle Kriegsopfer.

Die Gedenkveranstaltungen finden statt, während rechtsextreme Gruppen für Samstag einen Marsch planen, dem Gegenproteste entgegenstehen werden.

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet eine Menschenkette, die eine Botschaft des Friedens und der Versöhnung unterstreicht. Dresdens Fernsehprogramm heute aus Konzerten, Gebeten und öffentlichen Zusammenkünften stellt sicher, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Sowohl Verantwortliche als auch Bürger betonen die Bedeutung von Zusammenhalt gegen Spaltung.

AKTUALISIERUNG

Neue Erkenntnisse zu individuellen Tragödien: Namen der Opfer bekannt

Historische Aufzeichnungen identifizieren nun spezifische Individuen unter den Opfern des Bombenangriffs von 1945, was den Statistiken menschliche Gesichter verleiht. Darunter befinden sich:

  • Otto Ivers, ein NSDAP-Politiker und Chemiker.
  • Janko Janeff, ein bulgarischer Dichter.
  • Hildegarda Voglová, eine tschechische jüdische Ärztin, die während der Angriffe in einem Arbeitslager ums Leben kam. Diese Personalisierung der Tragödie betont die vielfältigen Leben, die im Konflikt verloren gingen.