26 February 2026, 17:02

Dresden–Prag-Hochgeschwindigkeitsbahn: EU-Gelder fließen – doch der Bagger steht noch still

Ein Zug fährt durch einen Tunnel mit Gebäuden im Hintergrund.

Planung für den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsbahnlinie Dresden-Prag abgeschlossen - Dresden–Prag-Hochgeschwindigkeitsbahn: EU-Gelder fließen – doch der Bagger steht noch still

Dresden–Prag-Hochgeschwindigkeitsbahn: EU-Förderung bringt Projekt voran – doch Baubeginn steht noch aus

Das Hochgeschwindigkeitsbahn-Projekt zwischen Dresden und Prag hat mit erhöhter EU-Finanzierung einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Die Strecke soll die Reisezeit drastisch verkürzen und beide Städte in nur einer Stunde statt wie bisher in 2,5 Stunden verbinden. Doch mit dem Bau wurde noch nicht begonnen, da sich das Vorhaben weiterhin in der Planungs- und Genehmigungsphase befindet.

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Die Europäische Union hat ihre Unterstützung über das Programm "Connecting Europe Facility" (CEF) ausgeweitet. Sowohl Deutschland als auch Tschechien haben Zusagen für eine Kofinanzierung gemacht, doch verzögern sich die Fortschritte weiterhin wegen umweltrechtlicher Prüfungen und grenzüberschreitender Koordinierungsprobleme. Das Bundesverkehrsministerium sieht in der neuen Strecke eine Entlastung für die stark frequentierte Elbtal-Route.

Die vorläufige Planungsphase ist nun abgeschlossen. Ein zentrales Element des Projekts ist ein 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge auf deutscher Seite. Wird die Strecke realisiert, verkürzt sich die Fahrzeit zwischen Berlin und Prag auf 2,5 Stunden – deutlich schneller als die heutigen Verbindungen.

Beteiligt sind zahlreiche Akteure, darunter die Europäische Kommission und der Internationale Eisenbahnverband (UIC). Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) könnten als Transitpartner einsteigen. Dennoch benötigt das Projekt Anfang 2026 noch die Zustimmung des Deutschen Bundestags sowie eine endgültige Klärung der Finanzierung.

Trotz EU-Unterstützung und abgeschlossener Vorarbeiten steckt die Hochgeschwindigkeitsverbindung noch in der Planungsphase. Über die finale Genehmigung und die Budgetfreigabe wird entscheiden, ob der Bau tatsächlich starten kann. Sollte das Projekt umgesetzt werden, würde es den Schienenverkehr zwischen Europa und Tschechien revolutionieren.