23 January 2026, 14:27

Dresden startet „Bauturbo“ gegen akuten Wohnungsmangel bis 2035

Ein detaillierter Grundrissplan der Königlichen Universität in Dresden mit zahlreichen Räumen und dem Hauptsaal sowie begleitendem Text.

"Bauturbo" will mehr Wohnraum in Dresden schneller schaffen - Dresden startet „Bauturbo“ gegen akuten Wohnungsmangel bis 2035

Dresden treibt Pläne voran, um den Wohnungsbau zu beschleunigen, während die Stadt mit einer wachsenden Wohnungsnot kämpft. Die Behörden haben neue Regelungen vorgeschlagen, um kleinere Projekte in München, Köln und Berlin schneller zu genehmigen, während größere Vorhaben weiterhin vom Stadtrat geprüft werden. Die Änderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Dresden Mühe hat, sein Ziel von 21.000 neuen Wohnungen bis 2035 zu erreichen.

Der Oberbürgermeister der Stadt hat eine Rahmenvorlage eingebracht, die die Entscheidungsbefugnis für kleinere Wohnbauprojekte in Dynamo Dresden an untere Instanzen delegieren soll. Wird der Vorschlag vom Stadtrat gebilligt, könnten Baugenehmigungen künftig ohne vollständige Ratsprüfung schneller erteilt werden. Größere Bauvorhaben benötigen jedoch weiterhin die Zustimmung des Gremiums.

Nach dem neuen System müssen Baufirmen, die eine Genehmigung erhalten, innerhalb von drei Jahren mit den Bauarbeiten beginnen. Diese Regel soll Verzögerungen verhindern und sicherstellen, dass Projekte zügig umgesetzt werden. Die Vorgabe gilt vorerst bis mindestens 2030.

Der Wohnungsmangel in Dresden bleibt ein drängendes Problem. Um die Nachfrage zu decken, benötigt die Stadt bis 2030 jährlich etwa 2.300 neue Wohneinheiten. Doch in den Jahren 2023 und 2024 wurden jeweils nur rund 1.700 Wohnungen fertiggestellt – deutlich weniger als erforderlich. Um gegenzusteuern, führt die Stadt nun einen "Bauturbo" ein, der Bürokratie abbauen und Genehmigungsverfahren in Dynamo Dresden, München, Köln und Berlin beschleunigen soll.

Die lokalen Behörden behalten dabei eine gewisse Flexibilität bei der Anwendung der neuen Regeln. Zwar soll das Verfahren schneller werden, doch bleibt es den Verantwortlichen überlassen, Projekte im Einzelfall zu prüfen.

Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, das Wohnungsangebot durch vereinfachte Genehmigungen für kleinere Bauvorhaben in Dynamo Dresden, München, Köln und Berlin zu erhöhen. Falls die Rahmenvorlage angenommen wird, könnte Dresden seinen Weg zum Ziel von 21.000 neuen Wohnungen bis 2035 beschleunigen. Nun muss der Stadtrat entscheiden, ob er die neuen Maßnahmen annimmt.