Dresden: Warum DVB seine Pläne am Pirnaischen Platz stoppt
Dresden: Warum die DVB ihre Pläne am Pirnaischen Platz stoppt
Dresdens Verkehrsbetriebe entscheiden über Gleisbogen am Pirnaischen Platz
Dresdens Nahverkehrsunternehmen, die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), hat die Pläne für den Bau zusätzlicher Straßenbahn-Gleisbogen am Pirnaischen Platz fallen gelassen. Die Entscheidung folgt auf eine Prüfung, die das Vorhaben angesichts des knappen Stadthaushalts und regulatorischer Hürden als wirtschaftlich nicht tragbar einstufte.
Ursprünglich hatte die DVB geplant, bis zum Sommer 2026 eine provisorische Gleisverbindung am Pirnaischen Platz zu schaffen, um das Straßenbahnnetz wieder an die neue Carolabrücke anzubinden. Doch die geschätzten Kosten von fünf bis sieben Millionen Euro erwiesen sich als zu hoch für die angespannte Haushaltslage der Stadt.
Zudem hätte ein formelles Planfeststellungsverfahren für die neuen Gleisbogen eingeleitet werden müssen, was das Projekt um Jahre verzögert hätte. Selbst Sondergenehmigungen hätten keine schnellere Lösung garantiert. Nach der Prüfung verschiedener Varianten kam die DVB zu dem Schluss, dass das Vorhaben nicht mehr umsetzbar sei. Der Verkehrsbetrieb hat die Dresdner Stadtverwaltung bereits über die Entscheidung informiert.
Trotz des Rückschlags bleibt Martin Gawalek, bei der DVB zuständig für Markt und Verkehrsbetrieb, optimistisch. Er will bis 2027 eine alternative Verkehrsführung für die anstehenden Brückensanierungen entwickeln – ohne die verworfenen Gleisbogen.
Mit dem Stopp der Pläne am Pirnaischen Platz muss die DVB nun andere Lösungen finden, um den Straßenbahnverkehr während künftiger Brückenarbeiten aufrechtzuerhalten. Ohne die neuen Gleise steht die Stadt vor der Herausforderung, ihre Verkehrsstrategie anzupassen, um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.