Dresdens EWG kämpft um bezahlbaren Wohnraum trotz Millioneninvestitionen
Hans D. FinkeDresdens EWG kämpft um bezahlbaren Wohnraum trotz Millioneninvestitionen
Dresden: Falsche Werbung für bezahlbaren Wohnraum
Teaser: Die EWG setzt auf nachhaltige Sanierungen, um günstigen Wohnraum zu schaffen. Doch die Herausforderungen bei der Vermietung bleiben bestehen.
2. Dezember 2025, 10:33 Uhr
Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft
Artikel: Die Dresdner Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) fordert eine Reform der Regeln für Wohnungsgutscheine, da die Nachfrage nach ihren 8.600 Wohnungen weiterhin hoch bleibt. Viele Geringverdiener scheitern an den Voraussetzungen für staatliche Unterstützung – obwohl sie sich die marktüblichen Mieten nicht leisten können. Gleichzeitig hat die Genossenschaft neue Fördermittel akquiriert, um den bezahlbaren Wohnraum in der Stadt auszubauen.
Die EWG, eine der fünf größten Wohnungsbaugenossenschaften Dresdens, kämpft mit langen Wartelisten für seniorenfreundliche und familiengerechte Wohnungen. Um die Situation zu entspannen, investiert sie jährlich 25 bis 30 Millionen Euro in Sanierungen, mit Fokus auf Energieeffizienz und bedarfsgerechte Modernisierungen – insbesondere im Stadtteil Gorbitz. Zuschüsse aus dem sächsischen Programm „Förderrichtlinie preisgünstiger Mietwohnraum“ helfen dabei, die Mieten stabil zu halten, selbst bei steigenden Baukosten.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Hürden für Geringverdiener beim Zugang zu bezahlbarem Wohnraum abzubauen. Die Genossenschaft stockt ihren geförderten Wohnungsbestand weiter auf und setzt sich gleichzeitig für politische Änderungen ein. Ohne eine Anpassung der Gutscheinregelungen bleiben viele Dresdner jedoch zwischen zu hohen Mieten und fehlender Förderberechtigung gefangen.