02 January 2026, 16:58

Dresdner Kaffee-Pioniere züchten seltene Dschungel-Bohnen für 70 Euro pro Kilo

Eine Tasse Kaffee auf einem Tisch.

Dresdner Kaffee-Pioniere züchten seltene Dschungel-Bohnen für 70 Euro pro Kilo

Eine kleine Kaffeefarm in Dresden sorgt mit seltenen, im Dschungel angebauten Bohnen für Furore

Die Amate Coffee Farm, betrieben von Anne Bauer und Efrain Lechuga, produziert ein Kilogramm Kaffee für 70 Euro – erschwinglich für Spitzenrestaurants, für die meisten Verbraucher aber immer noch ein Luxusgut. Ihre einzigartige Anbaumethode schont das Ökosystem und hebt sie damit in der Kaffeewelt hervor.

Anne Bauer, gebürtig aus Chemnitz, studierte Linguistik und Amerikanistik, bevor sie nach Sachsen zurückkehrte. Zuvor lebte sie in Sydney und Mailand, ehe sie zu ihren Wurzeln fand. Ihr Partner, Efrain Lechuga, ist ein gelernter Ingenieur aus Mexiko, der einst professionell Tennis spielte. Gemeinsam widmen sie sich nun dem ungewöhnlichen Anbau von Kaffee.

Ihr Betrieb am Dresdner Neumarkt verzichtet auf Rodungen und lässt die Kaffeepflanzen natürlich unter dem Blätterdach des Dschungels gedeihen. Weltweit wird nur etwa 4 Prozent des Kaffees auf diese Weise angebaut. Das Ergebnis ist ein so außergewöhnliches Produkt, dass es bereits Auszeichnungen erhielt – darunter Mexikos „Cup of Excellence“. Trotz des Erfolgs haben Bauer und Lechuga bisher noch kein Gehalt aus ihrem Unternehmen bezogen. Ihr Traum, allein vom Kaffeeverkauf zu leben, bleibt vorerst eine Vision. Währenddessen genießen die Sachsen ihren Kaffee, oft mit einem Stück Kuchen, ohne zu ahnen, dass in ihrer Stadt seltene Bohnen wachsen.

Die Bohnen der Amate Coffee Farm überzeugen durch Qualität und umweltfreundliche Produktion. Der Preis von 70 Euro pro Kilogramm unterstreicht ihre Einzigartigkeit, schränkt die Käufer aber auf den Premiummarkt ein. Während die Farm an Bekanntheit gewinnt, könnte ihre Zukunft davon abhängen, Prestige und Rentabilität in Einklang zu bringen.