DRK-Krankenhaus Chemnitz: Ganztägiger Streik für faire Löhne und Arbeitszeiten
Elfriede WielochDRK-Krankenhaus Chemnitz: Ganztägiger Streik für faire Löhne und Arbeitszeiten
Beschäftigte des DRK-Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein haben einen ganztägigen Streik begonnen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Action startete bereits um 5:30 Uhr und wird bis 22:00 Uhr andauern. Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich im Laufe des Tages an der chemnitz beteiligen.
Ziel des Streiks ist es, die festgefahrenen Tarifverhandlungen zu beschleunigen. Verdi hat einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der eine Lohnerhöhung von acht Prozent über einen Zeitraum von 24 Monaten vorsieht. Die Gewerkschaft fordert zudem höhere Zuschläge für Überstunden sowie eine schrittweise Reduzierung der Wochenarbeitszeit – von 40 auf 38,5 Stunden in zwei Stufen.
Unterstützung erhält die Aktion von Erzieherinnen und Erziehern in Zwickauer Kitas sowie von Rettungsdiensten in den Regionen Erzgebirge und Chemnitz. Auch die Fraktion der Linken im sächsischen Landtag steht hinter dem Streik, betont die Rechte der Beschäftigten und warnt vor Druckmitteln, die die Patientenversorgung gefährden könnten. Die Krankenhausleitung versichert derweil, dass die Patientinnen und Patienten trotz der Arbeitsniederlegung weiterhin umfassend versorgt werden.
Der Streik im DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein steht exemplarisch für die bundesweiten Forderungen nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen. Mit Verdis Vorschlag auf dem Verhandlungstisch könnten die Gespräche nun vorankommen. Das Ergebnis wird zeigen, ob weitere Arbeitskämpfe notwendig werden.