23 December 2025, 20:43

DRK-Präsident kritisiert Mängel bei der Katastrophenschutz

Ein Sicherheitstasche ist im Bild zu sehen.

DRK-Präsident kritisiert Mängel bei der Katastrophenschutz

Deutschland auf große Notfälle schlecht vorbereitet – Rotes Kreuz warnt vor Lücken

Laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ist Deutschland auf schwere Krisenfälle nach wie vor unzureichend vorbereitet. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt mahnt, es fehle an ausreichenden Vorsorgemaßnahmen für den Ernstfall. Sie ruft nun Haushalte und Schulen auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die Bereitschaft zu verbessern.

Hasselfeldt betonte, dass jeder Haushalt Vorräte anlegen solle – darunter Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und wichtige Medikamente. Ein Notvorrat für mindestens drei Tage sei das Minimum, idealerweise solle er jedoch für zwei Wochen reichen.

Neben den Grundvorräten rät sie zu einer Kurbeltaschenlampe oder einem Kurbelradio. Solche Geräte könnten auch bei längerem Stromausfall Licht und Zugang zu Informationen sichern. Zudem forderte die DRK-Präsidentin eine breitere Erste-Hilfe-Ausbildung in der Gesellschaft. Sie schlug einfache, leicht zugängliche Kurse vor, die Selbstschutz und Grundversorgung abdecken. Besonders Schulen sollten ab der 7. Klasse jährlich zwei Stunden Wiederbelebungstraining einführen. Bisher gibt es jedoch keine offizielle Reaktion der Regierung auf diesen Vorschlag.

Hasselfeldts Warnungen unterstreichen die anhaltenden Defizite in der deutschen Katastrophenvorsorge. Ihre Empfehlungen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit sowohl in Haushalten als auch in der Gemeinschaft zu stärken.

Das DRK hat klare Schritte skizziert, um die Notfallvorsorge zu verbessern: Vorräte anlegen, Erste-Hilfe-Kenntnisse ausbauen und Wiederbelebungstraining an Schulen einführen. Ohne entsprechende Maßnahmen bleibe das Land in künftigen Krisen verwundbar, warnt die Organisation.