22 December 2025, 03:16

DRYplatform startet: Batterieforschung bekommt Leuchtturm-Infrastruktur

Ein Auto-Motor mit sichtbaren Rohren und einer Batterie.

DRYplatform startet: Batterieforschung bekommt Leuchtturm-Infrastruktur

DRYplatform startet: Batterieforschung erhält Leuchtturm-Infrastruktur

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Datum: 5. November 2025, 15:48 Uhr

Schlagwörter: Finanzen, Wirtschaft, Technologie

Deutschland hat mit der Inbetriebnahme von DRYplatform einen bedeutenden Schritt in der Batterieproduktion gemacht. Die neue Anlage, die am 3. November 2025 vorgestellt wurde, führt ein am Fraunhofer IWS entwickeltes Trockenbeschichtungsverfahren für Batterieelektroden ein. Mit einer Förderung von 3,7 Millionen Euro durch den Bund soll das Projekt die Position des Landes im globalen E-Mobilitätssektor stärken.

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS leitete die Initiative und arbeitete dabei mit Partnern wie der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB zusammen. Die Kooperation ermöglicht einen nahtlosen Übergang von der Laborforschung zur industriellen Großserienfertigung. Die Plattform unterstützt eine breite Palette von Akteuren – von Pulverlieferanten und Anlagenherstellern bis hin zu Zellproduzenten.

Der Aufbau von DRYplatform erforderte über 40 separate Beschaffungs- und Installationsvorgänge. Trotz Lieferkettenengpässen und anhaltender Pandemiefolgen konnte das Team die Anlage termingerecht fertigstellen. Ihr Design umfasst ein flexibles Trockenluft-Mehrkammersystem, Hochintensitätsmischer sowie spezialisierte Testeinheiten für Zellen. Kernstück des Projekts ist das DRYtraec-Verfahren, eine Trockenbeschichtungstechnik, die auf giftige Lösemittel verzichtet. Dies beschleunigt nicht nur die Produktion, sondern reduziert auch die Umweltbelastung. Die Plattform verfügt zudem über Inline- und Offline-Datenwerkzeuge, die eine schnelle Analyse von Materialeigenschaften und Prozesseffizienz ermöglichen.

Prof. Christoph Leyens, Direktor des Fraunhofer IWS, betonte die Bedeutung des Projekts: DRYplatform schlage eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung und verschaffe deutschen Herstellern einen Wettbewerbsvorteil bei der Einführung der Trockenbeschichtung.

Die Inbetriebnahme von DRYplatform festigt Deutschlands Rolle in der E-Mobilitäts-Wertschöpfungskette. Durch schnellere und umweltfreundlichere Batterieproduktion unterstützt die Anlage Zellhersteller bei der Skalierung von Trockenbeschichtungsverfahren. Die 3,7-Millionen-Euro-Investition unterstreicht das Engagement des Landes für innovative Energiespeicherlösungen.