Dynamo Dresden setzt durch: Strafen nach Fan-Krawallen deutlich reduziert
Elfriede WielochDFB-Sportgericht reduziert Strafen für Dynamo Dresden - Dynamo Dresden setzt durch: Strafen nach Fan-Krawallen deutlich reduziert
Dynamo Dresden hat erfolgreich gegen zwei Geldstrafen Berufung eingelegt, die nach Fan-Ausschreitungen während Spiele der 2. Bundesliga verhängt worden waren. Der Verein musste sich wegen Vorfällen mit Anhängern in Partien gegen Waldhof Mannheim und Hansa Rostock verantworten. Beide Strafen wurden nun im Berufungsverfahren reduziert.
Der erste Vorfall ereignete sich am 10. Mai 2025 im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Nach dem Spiel gegen Waldhof Mannheim kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei. Randalierer warfen Gegenstände und zündeten Pyrotechnik, was zu mehreren Festnahmen und Verletzungen bei Beamten führte. Im Spielbericht wurden zudem Störungen innerhalb und außerhalb des Stadions dokumentiert. Die ursprünglich verhängte Strafe von 100.350 Euro wurde später auf 75.000 Euro herabgesetzt.
Während desselben Spiels drangen Dynamo-Dresden-Anhänger auf den Platz ein, und nach dem Schlusspfiff kam es zu weiteren Pyrotechnik-Zündungen. Durch die Berufung des Vereins wurde die ursprüngliche Strafe deutlich reduziert. In einem separaten Fall musste der Club eine Strafe von 113.450 Euro für Fehlverhalten während der Partie gegen Hansa Rostock zahlen. Auch diese wurde nach der Berufung auf 90.000 Euro gesenkt. Die Entscheidung spiegelt eine Neubewertung der Schwere der Vorwürfe durch das Sportgericht wider.
Die reduzierten Strafen belaufen sich nun auf 75.000 Euro für den Mannheim-Vorfall und 90.000 Euro für den Rostock-Fall. Die Urteile folgen einer Prüfung der vom Verein vorgelegten Beweise und Argumente. Die Behörden haben bisher keine weiteren Maßnahmen zur Fan-Kontrolle bei künftigen Spielen angekündigt.