24 January 2026, 04:40

Eklat beim Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit Fans und Spielern aneinander

Zwei Männer fechten in einem Stadion, einer mit einem Schwert und der andere mit einem Schild, vor einem jubelnden Publikum im Hintergrund, in Schwarz-Weiß.

HSV-Trainer versteht Vuskovics Ärger nach Derby - Eklat beim Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit Fans und Spielern aneinander

Das 113. Hamburger Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV endete torlos. Nach dem Spiel kam es zu Spannungen, als der 18-jährige HSV-Verteidiger Luka Vuskovic mit gegnerischen Fans und Spielern aneinandergeriet. Der Vorfall überschattete eine ansonsten hart umkämpfte Partie.

Die Auseinandersetzungen begannen, als St.-Pauli-Anhänger Vuskovic wegen seines älteren Bruders Mario provozierten. Der 25-Jährige muss bis 2026 eine vierjährige Dopingsperre absitzen, nachdem er 2022 positiv auf EPO getestet worden war. Sichtbar aufgebracht gab Luka später zu, gegenüber den Fans "nichts Gutes zu sagen" zu haben. Zudem forderte er sie mit einer Geste zum Schweigen auf.

Nach dem Abpfiff setzte sich der Streit in einem Stadionflur fort. Vuskovic spuckte, woraufhin es zu einem hitzigen Wortgefecht mit St.-Pauli-Verteidiger Karol Mets und Co-Trainer Peter Nemeth kam. HSV-Cheftrainer Merlin Polzin verteidigte die Reaktion seines Spielers und verwies auf die emotionale Belastung durch die Situation seines Bruders sowie die Provokationen der Fans. Auf dem Platz hatte Vuskovic zu den besten Akteuren des HSV gehört: Seine defensiven Leistungen stachen hervor, und in der 54. Minute verfehlte er mit einem kraftvollen Kopfball nur knapp das Tor. Polzin forderte später beide Vereine auf, solche Vorfälle künftig mit mehr Feingefühl und gegenseitigem Respekt zu behandeln.

Während das Derby unentschieden endete, sorgte vor allem der Eklat um Vuskovic und seine Konflikte mit Fans und Spielern für Schlagzeilen. Die Dopingsperre seines Bruders läuft noch bis Ende 2026, während sich HSV und St. Pauli nun der Frage stellen müssen, wie sie künftige Spannungen besser in den Griff bekommen. Die Liga könnte den Vorfall auf mögliche disziplinarische Maßnahmen prüfen.