Ex-FDP-Chef Wissing wirft seiner Partei vor, sich in die falsche Richtung zu bewegen
Margot RudolphEx-FDP-Chef Wissing wirft seiner Partei vor, sich in die falsche Richtung zu bewegen
Der ehemalige FDP-Politiker Volker Wissing hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre politische Ausrichtung zu überdenken. Seine Äußerungen erfolgen, nachdem er die Partei nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen hat.
Wissing, der einst FDP-Generalsekretär war, kritisierte, die Partei habe sich zu weit nach rechts bewegt – ein Schritt, der ihr weder Wahlerfolge noch neue Wähler gebracht habe. Unter dem aktuellen Vorsitzenden Christian Dürr verfolge die FDP seiner Ansicht nach einen "libertären Kurs", der kurzfristigen Trends hinterherjage, statt eine klare Vision zu entwickeln.
Auf dem anstehenden Parteitag im Mai wird über die künftige Führung entschieden. Dürr sieht sich dabei mit Henning Höne als Herausforderer konfrontiert, der ebenfalls den Vorsitz anstrebt. Wissing, der mittlerweile als parteiloser Minister im Kabinett bleibt, stellte infrage, ob die FDP den Wählern überhaupt noch eine überzeugende Zukunftsperspektive bieten könne.
Sein Austritt folgte auf das Ende der von Scholz geführten Koalition. Seitdem übt Wissing zwar weiterhin sein Ministeramt aus, vertritt die FDP aber nicht mehr. Vor der anstehenden Führungsentscheidung steht die Partei nun vor der Frage, wie sie sich politisch neu positionieren will. Wissings Kritik unterstreicht die internen Debatten über Strategie und Richtung – der Ausgang der Mai-Konferenz wird den weiteren Weg der FDP maßgeblich prägen.






