Hitlers gepanzerter Mercedes 770 wird für Millionen versteigert
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, wird in den USA versteigert. Das Fahrzeug, das zwischen 1939 und 1943 für Paraden genutzt wurde, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten beschlagnahmt. Experten schätzen seinen Wert heute auf sieben bis neun Millionen US-Dollar.
Das Modell aus dem Jahr 1940 wurde nach Hitlers exakten Vorgaben maßgefertigt. Es verfügte über eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenteile für zusätzlichen Schutz. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihennmotor mit acht Zylindern und 230 PS, obwohl die Höchstgeschwindigkeit bei Paraden auf 80 km/h begrenzt war.
Mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen und einer Länge von sechs Metern war das Auto auf Repräsentation ausgelegt. Hitler nutzte es, um ausländische Staatschefs zu transportieren, darunter 1940 eine Fahrt mit Benito Mussolini durch München. Noch im selben Jahr war es bei einer Siegparade in Berlin zu sehen.
Nur 88 Mercedes-Benz 770 wurden jemals gebaut, was dieses Exemplar zu einem der seltensten der Welt macht. Nach Kriegsende brachten die Alliierten das Fahrzeug in die USA, wo es seitdem akribisch konserviert wurde. Das Auktionshaus Worldwide Auctioneers meldete ein Höchstgebot von sieben Millionen Dollar – doch der Verkäufer lehnte ab, vermutlich in der Hoffnung auf ein höheres Angebot.
Ursprünglich kostete das Auto 44.000 Reichsmark für die viertürige Version und 47.500 Reichsmark für die Siebensitzer-Limousine. Inflationsbereinigt entspräche das heute etwa 182.000 bzw. 196.000 Euro.
Die Versteigerung unterstreicht die historische Bedeutung und Seltenheit des Wagens. Angesichts der nur 88 jemals produzierten Exemplare steigern sein Zustand und seine Herkunft den Wert zusätzlich. Experten gehen davon aus, dass der endgültige Verkaufspreis noch über neun Millionen Dollar liegen könnte.






