21 March 2026, 16:25

Frankfurter Beamte streiken für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen

Menschen mit Plakaten auf einer Straße, im Hintergrund Gebäude, Bäume, Laternenpfähle und Himmel.

DGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Frankfurter Beamte streiken für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen

Rund 1.500 Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes in Frankfurt sind diese Woche auf die Straße gegangen, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Proteste erfolgen im Rahmen der Forderungen der Gewerkschaften nach deutlichen Lohnerhöhungen – sie werfen dem Land Hessen vor, seit fünf Jahren seine verfassungsmäßige Pflicht zur angemessenen Bezahlung der Beschäftigten zu vernachlässigen.

Die Kundgebungen sind Teil einer breiter angelegten Kampagne, bei der es in der gesamten Region ähnliche Aktionen gab, darunter eine Foto-Protestaktion mit 500 Teilnehmenden in Nordhessen.

Im Mittelpunkt des Streits stehen langjährige Beschwerden über zu niedrige Gehälter. Bereits Ende 2021 hatte das Verwaltungsgericht Kassel entschieden, dass die Besoldung der hessischen Beamtinnen und Beamten rechtswidrig niedrig sei und gegen das Grundgesetz verstoße. Die Gewerkschaften kritisieren nun, dass das Land dieses Problem jahrelang ignoriert habe – mit der Folge, dass die Beschäftigten reale Lohnverluste hinnehmen müssten und sich der Personalmangel weiter verschärfe.

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Bundesweit arbeiten im öffentlichen Dienst Stand Juli 2025 etwa 5,4 Millionen Menschen. Die Gewerkschaften fordern für die 58.000 Landesbediensteten in Hessen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent sowie eine Mindesterhöhung von 300 Euro monatlich. Für andere Beschäftigte des öffentlichen Dienstes verlangen sie ab 2026 eine Steigerung von 2,8 Prozent, was über 27 Monate insgesamt 5,8 Prozent ergäbe. Die Forderungen umfassen Bund, Länder und Kommunen, wobei zwischen Beamten und Tarifbeschäftigten unterschieden wird.

Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, wie unverzichtbar der öffentliche Dienst sei, und rief zu schnellem Handeln auf. Er warnte, dass ohne faire Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen die Personalgewinnung und -bindung weiter leiden würden. Die dritte Verhandlungsrunde zu den Tarifverträgen ist für den 26. und 27. März angesetzt – hier werden die Gewerkschaften auf eine Gleichbehandlung von Beamten und Tarifbeschäftigten in einem neuen Abkommen drängen.

Die Proteste spiegeln die wachsende Unzufriedenheit unter den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wider, die unter stagnierenden Löhnen und Personalengpässen leiden. Mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen Ende dieses Monats pochen die Gewerkschaften auf verbindliche Zusagen zu Lohnerhöhungen und der Einhaltung verfassungsrechtlicher Vorgaben. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte in Hessen und darüber hinaus betreffen.

Quelle