21 March 2026, 20:18

Gedenken an den "Tag von Potsdam" – 93 Jahre nach dem Ende der Weimarer Republik

Ein Steindenkmal für deutsche Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg starben, steht vor einer Kirche mit einem Kreuz, umgeben von Bäumen und einer Mauer.

In der Garnisonkirche: Gedenkfeier zum 'Tag von Potsdam' - Gedenken an den "Tag von Potsdam" – 93 Jahre nach dem Ende der Weimarer Republik

In der Potsdamer Garnisonkirche fand eine Gedenkveranstaltung zum 93. Jahrestag des "Tags von Potsdam" statt. Das Ereignis vom 21. März 1933 markierte das Ende der Weimarer Republik und den Aufstieg der nationalsozialistischen Diktatur. Sein Vermächtnis bleibt ein Schlüsselmoment der deutschen Geschichte.

Am 21. März 1933 traf der neu ernannte Reichskanzler Adolf Hitler in der Garnisonkirche auf Reichspräsident Paul von Hindenburg. Ihr Händedruck, festgehalten auf einem heute berühmten Foto, symbolisierte die Machtübergabe. Dieser Tag ging als "Tag von Potsdam" in die Geschichte ein und gilt weithin als Geburtsstunde des "Dritten Reiches".

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Die ursprüngliche Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach Kriegsende versammelten sich örtliche Christen in den Ruinen des Turms und nutzten das kreuzförmige Erdgeschoss als provisorische Kapelle, die "Heilig-Kreuz-Kapelle". 1968 sprengte die DDR-Regierung jedoch die letzten Überreste des Bauwerks.

Heute steht der Ort als Mahnmal für den Übergang von der Demokratie in die Diktatur. Die diesjährige Gedenkfeier erinnert an die historische Tragweite des Ereignisses und seine nachhaltige Prägung Deutschlands.

Der "Tag von Potsdam" bleibt eine prägende Zäsur auf dem Weg zur NS-Herrschaft. Die Garnisonkirche, längst verschwunden, ist doch untrennbar mit diesem entscheidenden Kapitel verbunden. Gedenkveranstaltungen wie die diesjährige stellen sicher, dass die Lehren der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle