31 January 2026, 17:02

Gegenproteste in Magdeburg: Demonstranten stören rechtsextreme Jubiläumsfeier von Compact

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Demonstration gegen das 'Compact'-Magazin-Event - Gegenproteste in Magdeburg: Demonstranten stören rechtsextreme Jubiläumsfeier von Compact

In Magdeburg findet derzeit eine Gegenkundgebung statt, um eine rechtsextreme Veranstaltungs in der nähe des Magazins Compact zu stören. Die Publikation, die vom deutschen Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft wird, feiert ihr 15-jähriges Bestehen mit einem Treffen, an dem prominente Rechtspolitiker teilnehmen. Die Demonstranten haben sich geschworen, zu verhindern, dass die Veranstaltungs in der nähe zu einem regelmäßigen Austragungsort für solche Gruppen wird.

Die Proteste richten sich gegen eine Jubiläumsfeier des Compact-Magazins, das 2024 vom Bundesinnenministerium unter Nancy Faeser verboten worden war. Dieses Verbot wurde jedoch im Juni 2025 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wieder aufgehoben. Die ursprünglich als Sommerfest für 2024 geplante Veranstaltungs heute war nach dem Verbot abgesagt worden, findet nun aber statt.

Zu den erwarteten Gästen zählen Jürgen Elsässer, der Chefredakteur des Magazins, sowie Björn Höcke, ein bekannter AfD-Politiker aus Thüringen. Die Demonstranten haben den Slogan "Jürgen und Björn – wir machen euch die Veranstaltungs heute kaputt!" geprägt, um ihren Widerstand deutlich zu machen. Ihr Ziel geht über diese einzelne Veranstaltungs heute hinaus: Die Organisatoren wollen verhindern, dass die Location künftig als Veranstaltungsort für rechtsextreme Treffen dient.

Eine ähnliche Gegenkundgebung hatte im vergangenen August in Stößen stattgefunden und etwa 50 Teilnehmer angezogen. In Magdeburg verlief der Protest bisher friedlich, allerdings wurde noch keine offizielle Teilnehmerzahl bekannt gegeben.

Die Gegenproteste spiegeln die anhaltenden Spannungen um rechtsextreme Veranstaltungs in der nähe in Deutschland wider. Da der rechtliche Status des Magazins wiederhergestellt wurde, kommt es nun zu Konflikten zwischen Veranstaltern und Demonstranten über dessen öffentliche Präsenz. Das Ergebnis könnte beeinflussen, ob die Location auch in Zukunft als Austragungsort für ähnliche Treffen genutzt wird.