Generation Z in Sachsen: Gesundheitsreport zeigt klare Unterschiede zu älteren Kollegen
Elfriede WielochGeneration Z in Sachsen: Gesundheitsreport zeigt klare Unterschiede zu älteren Kollegen
Ein neuer Bericht der DAK-Gesundheit beleuchtet die Herausforderungen und Prioritäten junger Arbeitnehmer in Sachsen. Die unter dem Titel 'Generation Z im Arbeitsleben' veröffentlichte Studie untersucht Gesundheitstrends, Konflikte am Arbeitsplatz sowie zentrale Anliegen von Beschäftigten unter 30 Jahren. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede bei den Krankheitsständen, generationenbedingten Spannungen und Berufserwartungen im Vergleich zu älteren Kollegen.
Rund 325.000 Arbeitnehmer in Sachsen gehören der Generation Z an – definiert als unter 30-Jährige. Ihre Krankheitsquote liegt bei 5,0 Prozent und damit leicht unter dem Landesdurchschnitt von 5,6 Prozent. Zwar fehlen sie häufiger, doch ihre Ausfallzeiten sind im Schnitt kürzer als die älterer Beschäftigter.
Atemwegserkrankungen machen einen größeren Anteil ihrer Fehltage aus, während Muskel-Skelett-Beschwerden seltener auftreten. Psychische Belastungen spielen zwar noch eine geringere Rolle als in älteren Altersgruppen, sind aber bereits ein bedeutender Grund für Arbeitsunfähigkeit. Die Pandemie hat diese Gruppe zudem sensibler für Infektionen gemacht. Generationenkonflikte betreffen etwa jeden fünften Arbeitnehmer in Sachsen. Besonders junge Beschäftigte in Teams mit überwiegend älteren Kollegen berichten von höheren Spannungen. Dennoch legen 65 Prozent der Gen-Z-Vertreter Wert auf ein positives Arbeitsklima – noch vor attraktiven Gehältern und einer guten Work-Life-Balance. Der Bericht entstand unter der Leitung von DAK-Gesundheit-Vorstandsvorsitzendem Andreas Storm. Zwar wird die aktuelle Vorsitzende der DAK-Gesundheit Sachsen nicht namentlich genannt, doch die Studie bietet ein detailliertes Stimmungsbild der jungen Arbeitnehmerschaft in der Region.
Die Untersuchung unterstreicht die besonderen Gesundheitsmuster und Arbeitsplatzbedürfnisse der Generation Z in Sachsen. Trotz insgesamt niedrigerer Krankheitsstände zeigen sich eine höhere Anfälligkeit für Atemwegs- und psychische Erkrankungen. Arbeitgeber könnten daher gefordert sein, ihre Unterstützungssysteme anzupassen. Die Betonung von Teamdynamik und Zufriedenheit deutet darauf hin, dass inklusive Arbeitsumfelder helfen könnten, generationenbedingte Reibungen zu verringern.