Golla entgeht Sperre und führt Deutschland gegen Norwegen an
Deutschlands Handball-Kapitän Johannes Golla entgeht Sperre und spielt im nächsten EM-Spiel gegen Norwegen
Die Entscheidung fällt nach einer Roten Karte, die Golla im Spiel gegen Portugal erhalten hatte und die seine Teilnahme infrage stellte. Sowohl der Deutsche Handballbund (DHB) als auch die Europäische Handballföderation (EHF) bestätigten das Ergebnis am Freitag.
Der Vorfall ereignete sich, als Golla Portugals Francisco Costa foulte. Nach Sichtung der Videoaufnahmen zeigten die Schiedsrichter die Rote Karte, was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Sperre für das kommende Spiel aufkommen ließ. Golla bezeichnete die Situation später als bedauerlich und beteuerte, seinen Gegner beim ersten Kontakt nicht absichtlich getroffen zu haben.
Nationaltrainer Alfred Gíslason verteidigte seinen Kapitän und argumentierte, der Kontakt habe Costas Brust und nicht sein Gesicht getroffen. Er nannte die Rote Karte übertrieben. Team-Torschützenkönig Miro Schluroff pflichtete ihm bei und erklärte, eine Sperre wäre zu hart. Handball-Legende Stefan Kretzschmar hingegen unterstützte die Schiedsrichter-Entscheidung, Golla vom Platz zu stellen. Letztlich sprachen sich EHF und DHB gegen weitere Konsequenzen aus und gaben Golla für das entscheidende zweite Hauptrunden-Spiel gegen Norwegen am Samstag frei.
Mit der Aufhebung der Sperre wird Golla wie geplant gegen Norwegen auflaufen. Die Entscheidung beseitigt eine zentrale Ungewissheit für die deutsche Mannschaft im Turnierverlauf. Als Kapitän und Verteidiger wird seine Präsenz entscheidend sein, um im Kampf um einen starken Abschluss bei der Europameisterschaft zu bestehen.