Göttingens Solarwärmekraftwerk soll 2026 fossile Energien ersetzen
Hans D. FinkeSolarthermisches Kraftwerk geht nächstes Jahr in Leipzig ans Netz - Göttingens Solarwärmekraftwerk soll 2026 fossile Energien ersetzen
Göttingen steht kurz vor der Fertigstellung des größten Solarwärmekraftwerks Deutschlands – ein Projekt, das die Abhängigkeit der Stadt von fossilen Brennstoffen verringern soll. Die 40 Millionen Euro teure Anlage, die unter der Leitung der Göttinger Stadtwerke entsteht, tritt bald in ihre letzte Bauphase ein, bevor 2025 die Testphase beginnt.
Die Arbeiten schreiten planmäßig voran: Im November sollen die Rohrleitungen verlegt werden, die das neue Kraftwerk mit dem Göttinger Fernwärmenetz verbinden. Sobald die Anlage angeschlossen ist, beginnen im Frühjahr 2025 die Probebetriebe.
Ab Mai 2026 soll das Werk erstmals Wärme für die Stadt liefern. Seine Kapazität wird voraussichtlich etwa 2 Prozent des jährlichen Fernwärmebedarfs Göttingens decken. Der Umstieg ist Teil der Bemühungen, sich von Erdgas und Kohle zu lösen, die derzeit die Wärmeversorgung der Stadt dominieren.
Neben den Göttinger Stadtwerken wurde bisher kein weiterer Projektentwickler genannt. Die Initiative ist Teil umfassender Pläne, die Energiewende in Göttingens Infrastruktur voranzutreiben.
Das Solarwärmekraftwerk markiert einen konkreten Schritt hin zu einer saubereren Wärmeversorgung. Im Betrieb wird es nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern, sondern auch eine stabile Wärmequelle bieten. Die Investition der Stadt spiegelt den bundesweiten Trend wider, die Energiesysteme zu modernisieren und klimaneutraler zu gestalten.