26 February 2026, 20:19

Hamburg wagt neuen Anlauf für Olympia – doch die Skepsis bleibt groß

Ein Buch mit dem Titel "Olympic Review Official Publication of the Olympic Movement" mit einer Stadtansicht auf dem Cover, die Gebäude, Lichter und Wasser zeigt, auf einer flachen Oberfläche.

Hamburgs Senat startet Olympia-Kampagne für Volksentscheid - Hamburg wagt neuen Anlauf für Olympia – doch die Skepsis bleibt groß

Hamburgs Senat startet Kampagne für mögliche Olympiapläne

Der Hamburger Senat hat eine Kampagne gestartet, um öffentliche Unterstützung für eine mögliche Bewerbung um die Austragung der Olympischen Spiele zu gewinnen. Die Stadt strebt an, die Spiele 2036, 2040 oder 2044 unter dem Motto "Eine Chance für alle" auszurichten. Bürgermeister Peter Tschentscher gab den Startschuss für die Initiative, indem er symbolisch eine Schiffsglocke auf der Plaza der Elbphilharmonie läutete.

Die Kampagne soll Begeisterung wecken, aber auch praktische Bedenken ausräumen. Befürworter argumentieren, dass Olympische und Paralympische Spiele Hamburgs Infrastruktur und internationales Ansehen nachhaltig verbessern könnten. Tschentscher präsentiert die Bewerbung als Chance, die städtische Entwicklung zu beschleunigen und ein bleibendes Erbe zu schaffen.

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Doch frühere Versuche, Großveranstaltungen nach Hamburg zu holen, stießen auf massiven Widerstand. 2015 lehnte eine Mehrheit von 51,7 Prozent der Wähler in einem Referendum die Bewerbung für die Spiele 2024 ab – aus Sorge vor explodierenden Kosten und Umweltschäden. Ähnliche Debatten gab es um Projekte wie die Elbphilharmonie, deren Baukosten schließlich über 850 Millionen Euro betrugen und damit die ursprünglichen Schätzungen bei Weitem überstiegen. Zuletzt zeigten sich die Konflikte um die Entwicklung des Spreehafenviertels in Wilhelmsburg, wo Naturschützer gegen Rodungen protestierten, während die Stadt die Pläne vorantrieb.

Kritiker der neuen Olympiapläne warnen vor bekannten Risiken: unkontrollierbare Kostensteigerungen, steigende Mieten und ökologische Schäden. Der Senat verspricht, diese Probleme mit einem detaillierten Finanzierungskonzept anzugehen, das Mitte März vorgestellt werden soll.

Nun wird sich zeigen, ob sich die öffentliche Meinung seit den früheren Ablehnungen gewandelt hat. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, könnte sie Hamburgs Zukunft prägen – vorausgesetzt, die Bedenken zu Kosten und Nachhaltigkeit werden überzeugend gelöst. Der anstehende Finanzierungsvorschlag des Senats könnte entscheidend sein, um Skeptiker zu überzeugen.