IHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung
Margot RudolphIHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung - IHK zieht pessimistische Bilanz und ist enttäuscht von der Bundesregierung
Überschrift: IHK zieht düstere Bilanz und zeigt sich enttäuscht von der Bundesregierung
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Vorspann: IHK zieht düstere Bilanz und zeigt sich enttäuscht von der Bundesregierung
Veröffentlichungsdatum: 19. Dezember 2025, 12:36 Uhr
Schlagwörter: IHK, Konjunktur, Dresden, Bundesregierung, Wirtschaftslage, Unternehmen, Wirtschaftspolitik, Sachsen, Finanzen, Wirtschaft
Artikeltext: Sachsens Wirtschaft steht unter massivem Druck: Unternehmenspleiten und Arbeitsplatzverluste nehmen dramatisch zu. Bis November dieses Jahres sind bereits 979 Betriebe insolvent gegangen – mehr als im gesamten Vorjahr 2024. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zeichnet ein düsteres Bild von stagnierendem Wachstum und wachsender Verärgerung in der Wirtschaft.
Laut dem jüngsten IHK-Bericht sanken die Umsätze in den ersten zehn Monaten des Jahres um 0,3 Prozent. Noch stärker betroffen ist der Arbeitsmarkt: Die Beschäftigung brach um 2,5 Prozent ein. Die Arbeitslosenzahl kletterte im November auf rund 146.000 – ein Anstieg um 7.400 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben, da die Absätze stocken und die Kosten steigen. Die IHK warnt, dass schrumpfende Auftragsbücher und das Fehlen von Investoren, die angeschlagene Betriebe retten könnten, immer mehr Firmen an den Rand des Ruins treiben. IHK-Präsident Andreas Sperl übte scharfe Kritik an der Bundesregierung und warf den Verantwortlichen „endloses Gezänk und leere Worte“ statt echter Unterstützung vor. Die Kammer fordert dringend Reformen, darunter einen „schlankeren Staat“ und weniger bürokratische Hürden für Unternehmen. Die Unzufriedenheit wächst besonders unter der Führung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck – die Wirtschaft klagt über anhaltenden Niedergang und Untätigkeit der Politik.
Die Wirtschaftskrise in Sachsen zeigt keine Anzeichen einer Entspannung: Die Insolvenzzahlen übertreffen bereits die des Vorjahres. Die Unternehmen leiden weiter unter sinkenden Umsätzen, Stellenabbau und ausbleibenden Investitionen. Die Warnungen der IHK unterstreichen den dringenden Bedarf an konkreten Maßnahmen, um die angeschlagene Wirtschaft der Region zu stabilisieren.