Illegale Hundezucht in Sachsen-Anhalt: Betreiber wegen Tierquälerei an 387 Hunden verurteilt
Margot RudolphProzess um über 120 vernachlässigte Hunde: Aufschiebende Strafe für Frau in Sachsen-Anhalt - Illegale Hundezucht in Sachsen-Anhalt: Betreiber wegen Tierquälerei an 387 Hunden verurteilt
Ein Gericht in Sachsen-Anhalt hat in einem schweren Fall von Tierquälerei Urteile gegen die Betreiber einer nicht genehmigten Hundezucht gefällt. Die Hauptangeklagte erhielt eine Bewährungsstrafe, nachdem sie über 120 Hunde vernachlässigt hatte, während ein Mittäter wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilt wurde. Die Ermittlungen deckten weitverbreitete Misshandlungen an fast 400 Tieren auf.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine Frau, die in Sachsen-Anhalt eine illegale Hundezuchtstation betrieben hatte. Bei Kontrollen im Dezember 2024 entdeckten die Behörden jeweils zwischen sieben und 92 vernachlässigte Hunde. Insgesamt wurden 387 Tiere in desolatem Zustand in der Einrichtung vorgefunden.
Das Gericht verurteilte die Betreiberin wegen zweifacher Tierquälerei. Sie erhielt eine einjährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe. Zudem wurde ihr beruflich untersagt, Hunde zu halten, zu versorgen oder mit ihnen zu handeln – mit Ausnahme einer Tätigkeit als tiermedizinische Assistentin unter Aufsicht.
Ein Mittäter wurde ebenfalls in zwei Fällen der Tierquälerei schuldig gesprochen. Er musste 4.500 Euro Strafe zahlen und erhielt ein dreijähriges Verbot, Hunde zu besitzen oder zu betreuen.
Die Urteile verhindern, dass beide Angeklagten künftig mit Hunden arbeiten dürfen – es sei denn, unter strengen Auflagen. Der Fall unterstreicht die Folgen illegaler Hundezucht und Vernachlässigung in Sachsen-Anhalt. Während der Ermittlungen hatten die Behörden Hunderte misshandelte Tiere beschlagnahmt.






