Kai Wegner in der Kritik: Tennis statt Krisenmanagement beim Berliner Blackout
Hans D. FinkeSpitzenkandidat der SPD Krach fordert Staats-Sicherheitsrat - Kai Wegner in der Kritik: Tennis statt Krisenmanagement beim Berliner Blackout
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner gerät wegen seiner Reaktion auf einen großflächigen Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf am 3. Januar 2026 massiv in die Kritik. Der Blackout, ausgelöst durch einen brandstiftenden Anschlag linker Extremisten, ließ Tausende ohne Strom – während Wegner nach Angaben stattdessen Tennis spielte, statt die Krise zu managen. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach warf ihm vor, während des Notfalls wie ein "Zuschauer am Rand" agiert zu haben.
Der Stromausfall traf die Stadt in den frühen Morgenstunden des 3. Januar und stürzte Teile von Steglitz-Zehlendorf in Dunkelheit. Während Berlin mit den Folgen kämpfte, behauptete Wegner zunächst, den gesamten Tag mit der Koordination der Maßnahmen verbracht zu haben. Später räumte er ein, diese Aussage sei irreführend gewesen – und gab zu, eine Stunde lang Tennis gespielt zu haben, ohne dies offen zu legen.
Krach verurteilte die Abwesenheit des Bürgermeisters in der kritischen Phase und betonte, dass Führung in Krisenzeiten volle Präsenz erfordere. Er schlug die Einrichtung eines Landesicherheitsrats vor, um die Zusammenarbeit zwischen dem regierenden Bürgermeister, der Senatsinnenverwaltung und anderen Schlüsselbehörden zu verbessern. Ein solches Gremium solle künftige Versäumnisse im Krisenmanagement verhindern, so Krach.
Der Vorfall wirft Fragen zu Wegners Umgang mit Notlagen auf. Krachs Forderung nach einem Landesicherheitsrat zielt darauf ab, in Zukunft klarere Führungsstrukturen und schnellere Reaktionen zu gewährleisten. Die Auswirkungen des Blackouts und die verzögerte Korrektur der Angaben durch den Bürgermeister haben die Debatte über Berlins Katastrophenvorsorge weiter verschärft.