Karfreitag 2024: Warum Tanzen und Musik in Berlin und Brandenburg verboten bleiben
Margot RudolphKarfreitag 2024: Warum Tanzen und Musik in Berlin und Brandenburg verboten bleiben
Karfreitag bleibt ein Tag strenger Auflagen in weiten Teilen Deutschlands
In Berlin und Brandenburg gelten weiterhin langjährige Verbote für öffentliche Unterhaltung, um den ernsten Charakter des Feiertags zu wahren. Die seit Jahren weitgehend unveränderten Regelungen schränken Tanzen, Musik und größere Veranstaltungen ein – mit dem Ziel, Besinnung und Stille zu fördern. Die Behörden begründen die Maßnahmen damit, dass sie der Gemeinschaft einen Tag der Einkehr ermöglichen.
In Brandenburg sieht das Feiertagsgesetz ein 28-stündiges Tanzverbot vor, das von Mitternacht am Karfreitag bis 4:00 Uhr am Karsamstag gilt. Betroffen sind alle öffentlichen Unterhaltungsveranstaltungen, sofern sie nicht der Kunst, Wissenschaft oder Bildung dienen. Auch Freiluftversammlungen und Umzüge sind zwischen Mitternacht und Mitternacht untersagt. Kulturministerin Manja Schüle (SPD) unterstützt die Einschränkungen und betont, dass ein Tag der Besinnung der Gesellschaft guttue.
Berlin hält sich an ähnlich strenge Vorgaben: Tanzen ist von 4:00 Uhr morgens bis 21:00 Uhr verboten – in Einklang mit den allgemeinen Sonntagsruheregeln. Musikdarbietungen in Gaststätten mit Alkoholausschank sind komplett untersagt, und öffentliche Sportevents mit Unterhaltungsprogramm oder Musik finden ebenfalls nicht statt. Kinos müssen unter Umständen auf bestimmte Filme verzichten, abhängig von der örtlichen Auslegung der Bestimmungen.
Die Handhabung fällt in Deutschland je nach Bundesland unterschiedlich aus: Baden-Württemberg verhängt ein 50-stündiges Tanzverbot, Bayern sogar ein 70-stündiges. Schleswig-Holstein hingegen kürzte die Beschränkungen 2016 auf 24 Stunden. Trotz dieser Unterschiede haben in den vergangenen fünf Jahren keine Bundesländer ihre Regelungen grundlegend geändert.
Die Karfreitagsauflagen bleiben damit unverändert in Kraft – mit Brandenburg und Berlin an der Spitze der strengsten Vorschriften. Gaststätten mit Alkoholausschank dürfen nur eingeschränkt Musik spielen oder Veranstaltungen anbieten, und öffentliche Zusammenkünfte unterliegen strengen Kontrollen. Die Maßnahmen prägen weiterhin maßgeblich, wie der Feiertag in diesen Regionen begangen wird.






