17 January 2026, 15:56

Karneval 2025 startet mit Jubel in Köln und Düsseldorf – warum der 11. November alles verändert

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer belebten KarnevalsSzene mit Zelten, Menschen, Karren, Pfählen, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund, beschriftet mit 'Barnet Fair, London, England'.

Jecken-Comeback im 'Sunnesching' - Karneval 2025 startet mit Jubel in Köln und Düsseldorf – warum der 11. November alles verändert

Die neue Karnevalssaison hat offiziell in Köln, Düsseldorf und anderen Hochburgen des Rheinlands begonnen. Die Feierlichkeiten starteten am Dienstag, den 11. November, punkt 11:11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Der Tag markierte den Auftakt zu wochenlangen Festlichkeiten, die Tradition mit ausgelassenen Straßenfesten verbinden.

In Köln strömten Tausende verkleidete Jecken zur Sunnesching-Veranstaltung auf die Straßen. Das Kwartier Latäng in der Nähe der Zülpicher Straße war bereits um 11:35 Uhr komplett gefüllt und zog Feiernde aus der gesamten Region an. Die Polizei setzte rund 1.000 Beamte ein, um die Menschenmassen zu steuern – eine jährliche Herausforderung, da die Stadt lokale Bräuche mit dem Andrang von Touristen in Einklang bringen muss.

Unterdessen eröffnete Düsseldorf die Saison mit einer satirischen Rede des Narren Hoppeditz vor dem Rathaus. Warum der Karneval am 11. November beginnt, bleibt rätselhaft, doch manche verbinden es mit der symbolischen Bedeutung der Zahl 11. Historisch fiel das Datum zudem mit dem Martinstag zusammen, der das Ende der Ernte mit Festmahlen wie Martinsgans und Getränken feierte. Christoph Kuckelkorn, Präsident des Kölner Festkomitees, betonte die verbindende Rolle des Karnevals in einer von sozialen Spannungen geprägten Zeit. Die Feiern seien eine wichtige Integrationskraft in einer Stadt mit fast 200 Nationalitäten. Ähnliche Traditionen leben auch im südlichen Niederlande weiter, wo der 11. November ebenfalls mit ausgelassenen Festen begangen wird.

Beim WDR entschied sich Dr. Katrin Vernau stattdessen für einen Vortrag im Kölner Presseclub und verzichtete auf die erste Karnevalssendung des Senders. Ihre Entscheidung war privat motiviert und stand in keinem Zusammenhang mit äußeren Einflüssen.

Die Karnevalssaison entfaltet sich nun im gesamten Rheinland und bringt Einheimische wie Besucher zu Wochen voller Umzüge, Satire und Straßenfeste zusammen. Städte wie Köln und Düsseldorf stehen vor der Aufgabe, die großen Menschenmassen zu lenken und gleichzeitig jahrhundertealte Bräuche zu bewahren. Die Feiern bleiben ein zentrales kulturelles Ereignis, das in einer vielfältigen Region den Gemeinschaftssinn stärkt.