Kölner Dom plant umstrittene Eintrittsgelder – Kritik wächst massiv
Margot RudolphEhemaliger Dome-Architekt kritisiert geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom - Kölner Dom plant umstrittene Eintrittsgelder – Kritik wächst massiv
Kölner Dom könnte bald Eintrittsgelder erheben
Die Verantwortlichen planen, die Gebühr in der zweiten Jahreshälfte einzuführen. Die genaue Höhe steht jedoch noch nicht fest.
Der Vorschlag stößt bereits auf scharfe Kritik von Denkmalschützern und der Öffentlichkeit.
Barbara Schock-Werner, die ehemalige Dombaumeisterin des Kölner Doms, hat sich gegen die Pläne ausgesprochen. Sie argumentiert, dass Eintrittsgelder Besucher abschrecken und den offenen Charakter der Kathedrale verändern könnten. Aus ihrer Sicht gehöre das Bauwerk den Kölner Bürgern – sie bezeichnet es als unseren Dom und als Symbol der Stadt.
In den vergangenen Jahren hat der Widerstand gegen Eintrittsgelder an großen historischen Stätten in Deutschland zugenommen. Als der Kölner Dom 2023 freiwillige Spenden vorschlug, unterzeichneten über 100.000 Menschen Petitionen dagegen. Ähnliche Proteste gab es 2024, als der Aachener Dom über Eintrittsgelder nachdachte – Medien und Aktivisten warnten vor Einschränkungen der Zugänglichkeit. Die meisten dieser Pläne wurden nach den Protesten später fallen gelassen oder abgemildert.
Die Domverwaltung hat weder die endgültige Gebührenhöhe noch den Starttermin bestätigt. Sollte die Maßnahme umgesetzt werden, wäre dies ein bedeutender Wandel für eines der meistbesuchten Wahrzeichen Deutschlands. Frühere Versuche, an anderen Orten Eintrittsgelder einzuführen, scheiterten oft am Widerstand der Bevölkerung.