Kretschmer diskutiert mit Bürgern über Moritzburgs Zukunft und Stromtrassen-Streit
Hagen SieringKretschmer diskutiert mit Bürgern über Moritzburgs Zukunft und Stromtrassen-Streit
Ein Glühwein mit Michael Kretschmer auf der Terrasse von Schloss Moritzburg
Bürgerdialog in Moritzburg: Marcel Vetter und Michael Kretschmer diskutieren mit Bürgern über lokale Themen und Bauprojekte
- Dezember 2025
Ein Bürgerdialog auf Schloss Moritzburg brachte lokale Verantwortungsträger und Anwohner zusammen, um über anstehende Projekte und Herausforderungen zu sprechen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Oberbürgermeisterkandidat Marcel Vetter erörterten dabei zentrale Themen – von Infrastrukturvorhaben bis zur politischen Zukunft der Stadt.
Im Mittelpunkt stand auch der bevorstehende Wechsel in der Stadtspitze: Nach dem vorzeitigen Rückzug des aktuellen Bürgermeisters steht im März 2026 die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters an.
Kretschmer nutzte die Veranstaltung, um mehrere Initiativen für die Region vorzustellen. Er bestätigte die Finanzierung einer neuen Reithalle in Moritzburg und kündigte an, den Dippelsdorfer Teich im Herbst 2026 ausbaggern zu lassen. Kritik gab es jedoch an den geplanten 380-kV-Stromtrassen für das ESMC-Chipwerk in Dresden, die das historische Landschaftsbild Moritzburgs beeinträchtigen könnten. Der Ministerpräsident versprach, die Auswirkungen des Projekts noch einmal zu prüfen.
Auch die lokale Politik stand im Fokus: Der amtierende Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) wird ein Jahr vor Ende seiner Amtszeit zurücktreten, da er das 65. Lebensjahr erreicht hat. Seine vorzeitige Verabschiedung macht eine Oberbürgermeisterwahl am 22. März 2026 notwendig. Bisher hat sich mit Marcel Vetter, Stadtrat und CDU-Fraktionsmitglied, erst ein Kandidat öffentlich beworben; Gegenkandidaten sind bisher nicht in Erscheinung getreten. Vetter nutzte den Dialog, um über die jüngste Arbeit der CDU im Stadtrat zu informieren.
An der Veranstaltung nahmen zudem Landes- und Kommunalpolitiker teil, darunter Martin Dulig (SPD) und Sven Eppinger (CDU). Ihre Anwesenheit unterstrich das überregionale Interesse an der Entwicklung Moritzburgs – von Infrastrukturprojekten bis zum Erhalt des kulturellen Erbes.
Der Bürgerdialog brachte Klarheit über die kurzfristigen Prioritäten der Stadt: von Bauvorhaben bis zu Personalwechseln in der Führungsetage. Mit der anstehenden Oberbürgermeisterwahl und laufenden Infrastrukturplanungen steht Moritzburg vor einer Phase des Wandels.
Kretschmers Zusage, das Stromtrassen-Projekt erneut zu bewerten, erhöht zudem die Aufmerksamkeit für regionale Entscheidungsprozesse.